Salzfreie Werra und Weser
Stopp der Versalzung unserer Gewässer
Unsere Flüsse und das Grundwasser sind vielerorts durch Versalzung beeinträchtigt. Häufig hat der Kali-Bergbau diese Verunreinigungen zu verantworten. So auch an der Werra, dem wichtigsten Quellfluss der Weser. Von Natur aus ist sie ein reizvoller Fluss, der für eine nachhaltige Wirtschaft und Erholung eine besondere Rolle spielen könnte. Der hohe Eintrag von Salzabwasser durch den Kalibergbau hat aber von der Einleitungsstelle an weite Strecken der Werra und der Weser nachteilig verändert. Bis nach Bremen sind die Folgen zu spüren. So kann das Wasser nicht mehr als Trinkwasser genutzt werden, sofern man es nicht aufwendig und teuer reinigen will. Zudem gelangen aus den aufgeschichteten Abraumhalden Salzlaugen in das Grundwasser, so dass auch dieses nicht mehr einwandfrei ist.
Die Versalzung ist daher ein zentrales Problem für das Flussgebiet der Weser. Die deutlich überhöhten Salzkonzentrationen gefährden zusammen mit den Schadstoffen im Salzabwasser die Trinkwasserquellen. Die natürliche Tier- und Pflanzenwelt im Wasser sind bereits stark dezimiert. Das Kalibergbau-Unternehmen will trotz dieser erheblichen Beeinträchtigungen noch mehr Salz in die Werra einleiten.
Von betroffenen Anrainergemeinden und Wasserschützern regt sich daher Widerstand. Bündnis 90/ Die Grünen setzen sich auf allen Ebenen für eine Politik ein, die der Versalzung von Werra und Weser ein Ende setzt und nachhaltige Lösungen im Kalibergbau entschiedener als bisher vorantreibt.
Die Vorgaben des Gewässerschutzes sprechen zumal eine klare Sprache: Bis zum Jahr 2015 muss das Wasser des Flusses eine gute Qualität aufweisen. Erste Schritte – wie die Einrichtung eines runden Tisches zu Werra (regelmäßige Beratungen zwischen dem Kalibergbau-Unternehmen und allen relevanten Interessensvertretern an der Werra und Weser) – sind dank grüner Initiativen bereits verwirklicht. Weitere Anstrengungen müssen aber folgen. Für Bündnis 90/Die Grünen steht dabei auch der Bund in der Verantwortung. Das haben unsere Anfragen an die Bundesregierung bestätigt. So muss die Regierung alle rechtlichen und politischen Möglichkeiten nutzen, mit denen der Salzabwassereintrag in die Werra und allen weiteren deutschen Flüssen beendet bzw. deutlich vermindert wird.
Wir setzen uns unter anderem für bundesweite Standards ein, die den Salzabwasser-Anfall am Ort der Entstehung reduzieren und die vorgeben, dass der Abraum in den abgebauten Salzstöcken eingelagert wird.
Kleine Anfragen mit Antwort der Bundes- regierung
Regelungen und Maßnahmen des Bundes zur Vermeidung und Minimierung des Eintrages von Salzen in die Werra und weiteren Gewässern:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/080/1608038.pdf
Planung von Salzeinleitungen in die Werra:






