Wasser für die Städte

Dieses Jahr steht der Weltwassertag unter dem Motto "Wasser für die Städte: Antwort auf urbane Herausforderungen". Die internationale Staatengemeinschaft hat 2010 den Zugang zu Trinkwasser und Sanitäranlagen als Menschenrecht anerkannt. Das ist ein großer Fortschritt. Trotzdem gibt es noch sehr viel zu tun.

Es sterben immer noch täglich 5.000 Kinder an den Folgen verschmutzten Trinkwassers. Noch immer verrichten 1,1 Milliarden Menschen ihre Notdurft im Freien. Deshalb geht es jetzt darum, das Menschenrecht juristisch und praktisch umzusetzen. Die Staatengemeinschaft hat sich verpflichtet, den Anteil der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen bis 2015 zu halbieren. Viel, wenn auch noch nicht genügend wurde bisher auf diesem Gebiet erreicht. Die betreffenden Staaten, unterstützt durch die Weltgemeinschaft, müssen jedoch schneller und effizienter die Wasserversorgung vorantreiben.


In Deutschland ist die Versorgung mit Trinkwasser gesichert. Hier gibt es andere Herausforderungen. Dabei geht es zum einen um die Frage, was Trinkwasser kosten darf und ob und in welchem Umfang die Trinkwasserversorgung von privaten Akteuren gesichert werden soll. Zum anderen werden immer mehr Stoffe im Wasser gefunden, die dort nicht hinein gehören. Dabei handelt es sich unter anderem um Dünge- und Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft, um Rückstände aus der Industrie, Verkehr und den Privathaushalten. Auch viele Medikamentenrückstände sind mittlerweile im Wasser in messbaren Mengen nachzuweisen. Diese Stoffe belasten Umwelt und Mensch. Deshalb muss in Zukunft verstärkt darauf geachtet werden, dass diese Einträge ins Wasser und damit in Trinkwasser vermindert werden. Auch die Abwasserreinigung muss weiter verbessert werden. Wir wollen erreichen, dass die dadurch entstehenden Kosten von den Verursachern der Verschmutzungen bezahlt werden.