Rohstoffförderung im Meer
Der Untergang der Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko hat die größte Ölpest der Geschichte verursacht. Vermutlich sind in drei Monaten etwa 780 Millionen Liter Rohöl ausgelaufen. Die Beseitigung der Schäden wird Jahre dauern. Aus dieser Katastrophe müssen die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden. Es geht nicht mehr nur um die Beseitigung der sichtbaren Schäden und die Entschädigung von Fischern. Rückblickend müssen nationale und internationale Regelungen überprüft,
erweitert oder neu geschaffen werden, um die Meere vor weiterer Verschmutzung durch Bergbau zu schützen. Mit wirksamen Haftungsregelungen und verbessertem Katastrophenschutz muss sicher
gestellt werden, dass der Schaden im Katastrophenfall schnell und wirksam bekämpft wird und Geschädigte schnell Kompensationen erhalten und nicht in lang andauernden Verfahren ihr Recht erstreiten müssen. Neben Regelungen für Deutschland und an Deutschland grenzende Meere, die vor allem für den Schutz des UNESCO-Welterbes Wattenmeer sowie der Fischerei notwendig sind, zählen hierzu auch internationale Vereinbarungen zum Schutz der Meere, mit denen die Vertragsstaaten dafür Sorge tragen, dass möglichst umweltverträglich Meeresbergbau zu betrieben wird.
Darüber hinaus sind international klare Spielregeln für den Umgang mit dem gemeinsamen Erbe der Menschheit in den internationalen Gewässern der Tiefsee notwendig. Von der Tiefsee ist gerade einmal ein Prozent bisher bekannt, der Rest ist weitgehend unberührt. Hier leben Arten, die bedroht sind, bevor sie entdeckt werden. International muss deswegen darauf hingewirkt werden, die Tiefsee als Lebensraum in seiner bestehenden Form zu erhalten. Hierzu muss ein allgemein und international anerkannter Grundsatz geschaffen werden, wie mit Bodenschätzen in der Tiefsee umgegangen werden soll und wie umweltverträglich Bergbau betrieben werden kann. Eine Grundlage hierfür kann der Tiefseebergbaukodex für Manganabbau sein.
Hier geht es zum dem Antrag "Rohstoffförderung im Meer":






