Überhöhte Überziehungszinsen

Bei einem historisch niedrigen Leitzins der Europäischen Zentralbank von derzeit 1 Prozent sind Überziehungszinsen bis effektiv fast 20 Prozent für private Girokonten nicht begründbar und nicht akzeptabel. Laut Bundesbank wurden in Deutschland im Mai 2010 rund 41,6 Milliarden Euro Überziehungskredite genutzt. Jeder Prozentpunkt zu viel an Zinsen kosten die verschuldeten Bankkundinnen und –kunden demnach rund 416 Millionen.

Die Bundesregierung ist verpflichtet, Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen und für faire Marktbedingungen zu sorgen. Banken sollen nur verhältnismäßige und leistungsgerechte Zinsen verlangen dürfen. Auch die Basis der Zinsberechnung muss transparent werden. Es ist Zeit, regulierend in den Markt einzugreifen. Denn unfaire Geschäftspraktiken führen nicht nur zu Vermögensschäden, Vertrauensverlusten und Verzerrungen imWettbewerb, sondern gefährden auch die soziale Marktwirtschaft und die Akzeptanz von politischen Rettungspaketen für die Finanzbranche.

Hier geht es zum Antrag "VerbraucherInnen vor überhöhten Überziehungszinsen schützen":