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		<title>Nicole Maisch</title>
		<link>http://nicolemaisch.de/</link>
		<description>Aktuelle Neuigkeiten und Nachrichten.</description>
		<language>de</language>
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			<title>Nicole Maisch</title>
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		<lastBuildDate>Fri, 23 Jul 2010 14:57:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Banken haben nichts dazu gelernt - Verbraucherabzocke durch überhöhte Dispo- und Überziehungszinsen</title>
			<link>http://nicolemaisch.de/detail/nachricht/banken-haben-nichts-dazu-gelernt-verbraucherabzocke-durch-ueberhoehte-dispo-und-ueberziehungszins.html</link>
			<description>Auch nach der Finanzmarktkrise geht die Abzocke der Sparkassen und Banken zu Lasten der Verbraucher weiter. Während die Sparkassen und Banken das derzeit niedrige Zinsniveau (EZB Leitzins = 1%) zwar an die Sparer weitergegeben, passen sie die Kreditzinsen keineswegs an. Diese sind nach wie vor viel zu hoch. Das zeigt unsere Erhebung zu Dispo- und Überziehungszinsen.  Gerade die öffentlich-rechtlichen Sparkassen langen dabei kräftig zu und fallen negativ auf.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Erhebung ergab, dass sich Sparkassen und Banken mit Dispo- und Überziehungszinsen von bis zu 13,75% und 18,75% an ihren Kunden bereichern. Dabei wären bei einem aktuellen Leitzins von 1 % lediglich ein Zinssatz von max. 6% bei Dispo- beziehungsweise 9 % Überziehungszinsen angemessen. <br />
Die überhöhten Dispo- und Überziehungszinsen zeigen das Marktversagen im Finanzsektor. Sparkassen und Banken diktieren ungerechtfertigte Zinsen und erzielen auf diese Weise ungerechtfertigte Gewinne auf Kosten ihrer Kunden. Jahrelang haben sie die Rechtsprechung des BGH zur Anbindung von variablen Zinssätzen an einen Referenzzinssatz ignoriert und die Dispo- und Überziehungszinsen – besonders seit Beginn der Finanzmarktkrise - nur unzureichend angepasst. Jetzt nehmen sie mit der Umsetzung der Kreditrichtlinie die Anbindung zu einem Zeitpunkt vor, in dem der Abstand zwischen den Dispozinsen und dem gewählten Referenzzins auf einem historischen Höhepunkt ist. Damit wird vergangenes Unrecht in die Zukunft fortgeschrieben. <br />
Die Banken haben Milliarden an Rettungsgeldern durch die Steuergelder der Verbraucher erhalten. Aber Verbraucher, die in wirtschaftliche Not geraten, bitten sie mit überhöhten Zinsen zur Kasse. Sie vertrauen dabei darauf, dass die Verbraucher ihr Girokonto trotz hoher Kreditzinsen nicht ohne weiteres wechseln. <br />
Diese unfairen Geschäftspraktiken führen zu Vermögensschäden und Vertrauensverlusten. Sie gefährden die soziale Marktwirtschaft und die Akzeptanz von politischen Rettungspaketen für die Finanzbranche. <br />
Die Bundesregierung ist verpflichtet, die Verbraucher zu schützen und für faire Marktbedingungen zu sorgen. Banken sollten nur verhältnismäßige und leistungsgerechte Zinsen verlangen dürfen. Die Bundesregierung muss daher endlich regulierend in den Markt eingreifen, um die bestehenden Missstände zu beseitigen. <br />
<b>Wir fordern deshalb:</b> <br />
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; eine kartellrechtliche Prüfung 
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die Einführung eines gesetzlichen Referenzzinssatzes für Dispo- und Überziehungszinssätze
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; eine gesetzliche Obergrenze von 5 % über Referenzzinssatz für Dispokredite
-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; eine gesetzliche Obergrenze von 8 % über Referenzzinssatz für Überziehungskredite
-&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; die Einrichtung eines Finanzmarktwächters, der den Markt beobachtet, Missstände aufdeckt und an die zuständige Aufsichtsbehörde meldet

[1] <i>Die Zahlen basieren auf dem jeweiligen Preisaushang im Internet</i>
<link http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/2876387_Dispo-Zinsen-Abzocke-uebers-Girokonto.html - external-link-new-window "Opens external link in new window"><img src="fileadmin/templates/colors/closed/new/tapete/images/link-ext.gif" alt="" />Artikel in der Frankfurter Rundschau dazu</link><br />
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><i><span style="font-size: 11pt;"></span></i><i><span style="font-size: 11pt;"></span></i></p>]]></content:encoded>
			<category>Verbraucherpolitik</category>
			<category><a href="bundestag/verbraucherpolitik.html" title="Finanzmärkte">Finanzmärkte</a></category>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 14:57:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Banken beim Verbraucher-Stresstest durchgefallen. Note mangelhaft auch für Ministerin Aigner</title>
			<link>http://nicolemaisch.de/detail/nachricht/banken-beim-verbraucher-stresstest-durchgefallen-note-mangelhaft-auch-fuer-ministerin-aigner.html</link>
			<description>Die Ergebnisse der Stiftung Finanztest zur Bankberatung sind peinlich – für die Banken und für Bundesministerin Ilse Aigner. Mangelhaft lautet die Note auch für sie. Die Ministerin offenbart ihre ganze Hilflosigkeit.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"></p>
Zu den verheerenden Ergebnissen der Stiftung Verbraucherschutz beim Qualitätstest der Bank-Beratung, erklären Dr. Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher, und Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik: <br />
Die Ergebnisse der Stiftung Finanztest zur Bankberatung sind peinlich – für die Banken und für Bundesministerin Ilse Aigner. Mangelhaft lautet die Note auch für sie. Die Ministerin offenbart ihre ganze Hilflosigkeit, wenn ihr zu den Testergebnissen nicht mehr einfällt, als die Banken zur Einhaltung von Gesetzen aufzufordern. Dazu passt, dass das neue Anlegerschutzgesetz heute erneut von der Tagesordnung des Kabinetts gestrichen und auf Ende August geschoben wurde. Ilse Aigner zeigt damit, dass sie es nicht ernst meint den Verbraucherinteressen oder sich erneut nicht durchsetzen konnte. <br />
Leidtragende sind die Verbraucherinnen und Verbraucher. Sie werden weiterhin von den Banken abgezockt und falsch beraten. Die Bundesregierung dient lieber den Interessen der Finanzindustrie, anstatt sich um die Einhaltung von Gesetzen zu kümmern und neue Regelungen auf den Weg zu bringen. 
<span style="font-size: 12pt; font-family: &quot;Calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"></span>]]></content:encoded>
			<category><a href="bundestag/verbraucherpolitik.html" title="Finanzmärkte">Finanzmärkte</a></category>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 14:54:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Das Vabanquespiel bei der Finanzberatung beenden</title>
			<link>http://nicolemaisch.de/detail/nachricht/das-vabanquespiel-bei-der-finanzberatung-beenden.html</link>
			<description>Zu den von der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)
veröffentlichten &quot;Standards für die Finanzberatung&quot; erklärt Nicole
Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik:</description>
			<content:encoded><![CDATA[Verbraucherinnen und Verbraucher können nicht immer&nbsp; einschätzen, welche Geldanlage zu ihnen paßt. Deshalb brauchen sie eine seriöse Beratung. Die&nbsp; Bankberater empfehlen häufig Produkte, die aufgrund der hohen Provisionszahlungen lukrativ für sie selbst, aber unpassend oder riskant für den Verbraucher sind. <br /> <br />Es ist an der Zeit diesem Vabanquespiel ein Ende zu bereiten. Dazu bedarf es eindeutiger gesetzlicher Standards. Drei Jahre nach Beginn der Finanzkrise hätte die Bundesregierung den Banken endlich Zügel anlegen und die Finanzberatung auf ein seriöses Fundament stellen müssen. <br /> <br />Wir fordern daher eine Überarbeitung des derzeitigen Provisionssystems sowie verbrauchergerechte Standards für die Beratungsprotokolle. Außerdem bedarf es eines einheitlichen Produktinformationsblattes, das auch im Internet einsehbar ist und den Kunden ermöglicht, Finanzprodukte miteinander zu vergleichen. Da die Falschberatung für Verbraucher real kaum nachweisbar ist, fordern wir eine Beweiserleichterung und klare Schutzvorschriften. Damit die Finanzberatung besser kontrollierbar wird, setzen wir uns für einen Finanzmarktwächter ein, der den Markt beobachtet und Fehlentwicklungen an die Finanzaufsicht meldet. <br /> <br />Wir unterstützen den Verbraucherzentrale Bundesverband bei seinem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Universität Mannheim für ein interaktives Programm, mit dem Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Risikoneigungen bestimmen können. <br /> ]]></content:encoded>
			<category>Nicole Maisch</category>
			<category>Aktuelles</category>
			<category>Bundestag</category>
			<category>Verbraucherpolitik</category>
			<category><a href="bundestag/verbraucherpolitik.html" title="Finanzmärkte">Finanzmärkte</a></category>
			<category>Presse</category>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 12:12:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bei Anruf Vertragsfalle</title>
			<link>http://nicolemaisch.de/detail/nachricht/bei-anruf-vertragsfalle.html</link>
			<description>Zur Erhebung &quot;Unerlaubte Telefonwerbung&quot; der  Verbraucherzentralen erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik:</description>
			<content:encoded><![CDATA[In den letzten vier Monaten wurden über 40.000 Verbraucherinnen und Verbraucher durch unerlaubte Telefonwerbung belästigt. Das ist eine verheerende Bilanz angesichts der Tatsache, dass Telefonwerbung ohne Einverständnis der Angerufenen bereits seit August 2009 gesetzlich verboten ist. <br /> <br />Für Unternehmen ist diese Form der Telefonabzocke nach wie vor ein lukratives Geschäft. Das zeigt wieder einmal deutlich die Schwäche der Bundesregierung: Gesetze, die die Verbraucher schützen sollen, sind im Alltag nutzlos, weil sie schlecht umgesetzt wurden. Die Bundesregierung, namentlich Verbraucherministerin Aigner, muss diesem unsäglichen Missstand umgehend ein Ende bereiten. <br /> <br />Wir fordern seit langem eine schriftliche Bestätigung von Verträgen, die vermeintlich am Telefon abgeschlossen wurden. Unternehmen, die sich - am Gesetz vorbei - über Telefonabzocke bereichern, müssen darüber hinaus mit erheblichen Bußgeldern bestraft werden. Die meisten Beschwerden beziehen sich laut der Erhebung der Verbraucherzentralen auf Anbieter von Lotterie- und Gewinnspielen. 
Hier fordern wir die Einführung einer Registrierungspflicht, damit Forderungen von nicht registrierten Anbietern per se nichtig sind. Es ist ein Skandal, dass deutsche Verbraucher noch immer den Drückerkolonnen der Call-Center ausgesetzt sind. Wirksamer&nbsp; Verbraucherschutz sieht anders aus, Frau Aigner.]]></content:encoded>
			<category>Nicole Maisch</category>
			<category>Aktuelles</category>
			<category>Bundestag</category>
			<category>Verbraucherpolitik</category>
			<category><a href="bundestag/verbraucherpolitik.html" title="Telekommunikation">Telekommunikation</a></category>
			<category>Presse</category>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 09:43:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>HNA: Ab zum Baden in die Fulda</title>
			<link>http://nicolemaisch.de/detail/nachricht/hna-ab-zum-baden-in-die-fulda.html</link>
			<description>Kassel. In der Fulda zu baden war vor einigen Jahrzehnten selbstverständlich, wie historische Bilder von Flussbädern zeigen. Dann verschlechterte sich die Wasserqualität. Kaum jemand wagte sich in die Fulda. Doch in den vergangenen Jahren hat sich die Wasserqualität allmählich verbessert.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zufriedenstellend ist sie längst nicht. Darauf hat die Kasseler Bundestagsabgeordnete Nicole Maisch (Grüne) anlässlich des europäischen Flussbadetages gestern hingewiesen. Gemeinsam mit Joachim Schleißing, Ortsvorsteher der Unterneustadt, und anderen sprang sie in die Fulda. Trotz langer Fristen würden europäische Ziele beim Gewässerschutz verfehlt, sagte Maisch zuvor. „Deutschland ist kein Musterschüler.“ Schleißing wünscht sich mehr zum Baden geeignete Orte am Fuldalauf in Kassel.
Unter den offiziellen Badegewässern in Hessen ist kein einziger Fluss. Doch die Wasserqualität der Fulda scheint sich dem von Badegewässern zu nähern. Seit 1979 wird an der Staustufe in Fuldatal-Wahnhausen regelmäßig gemessen. „Die Fulda hat sich von einem Gewässer mit teilweise kritischer Belastung zu einem Gewässer mit guter, im Oberlauf sogar sehr guter Wasserqualität entwickelt“, sagt Ute Kuhn von der Geschäftsstelle der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser in Hildesheim. Dort werden alle Messdaten der Weser und ihrer Zuflüsse gesammelt.
„Die Fulda hat sich von einem Gewässer mit teilweise kritischer Belastung zu einem Gewässer mit (...) sehr guter Wasserqualität entwickelt.“Ute Kuhn, Flussgebietsgemeinschaft Weser.
Ein wesentliches Kennzeichen für die Wasserqualität ist der Gehalt von Ortho-Phosphat-Phosphor. Natürlicherweise komme dieser Stoff nur in geringen Mengen vor. „Erhöhte Konzentrationen stammen meist von Einträgen von landwirtschaftlich genutzten Flächen oder aus Kläranlagenabläufen“, sagt Kuhn.Der höchste in der Fulda bei Wahnhausen gemessene Wert lag im November 1983 bei 1,3 Milligramm pro Liter (mg/l). Im Jahr 2009 lag der Mittelwert von Ortho-Phosphat-Phosphor bei 0,15 mg/l. In der Flussgebieteinheit Weser gelte ein Wert von 0,07 mg/l als Ziel. 
Grundsätzlich sollte dieser gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie bis 2015 erreicht werden. In Ausnahmefällen ist diese Frist bis längstens 2027 verlängert worden, so auch für die Fulda.Deswegen plant das Land Hessen, kommunale Kläranlagen so zu verbessern, dass die Abwässer nicht mehr so stark mit Phosphor-Verbindungen belastet sind. Das geht aus einem Maßnahmenprogramm hervor, das das Umweltministerium Ende 2010 veröffentlicht hat. Kassel liegt demnach in einem Gebiet, in dem die Verminderung der Phosphorbelastung Priorität hat. 
Derzeit laufen noch Untersuchungen, sagt Kuhn. Aber ab 2015 müsste die Kasseler Kläranlage modernisiert werden.Zudem soll die Landwirtschaft ihren Beitrag für eine bessere Wasserqualität leisten. 
Geschehen soll das unter anderem durch ein Düngemanagement und eine veränderte Bewirtschaftung der Ackerflächen. Dafür hat die Landesregierung im Jahr 2008 bei so genannten Beteiligungswerkstätten geworben.
<i>von Claas Michaelis</i>
Erschienen in der HNA-Ausgabe vom 12.07.2010 (online unter: <link http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/baden-fulda-837237.html - external-link-new-window "Opens external link in new window"><img src="fileadmin/templates/colors/closed/new/tapete/images/link-ext.gif" alt="" />hna.de</link>)
<br />
<link http://www.gruene-bundestag.de/cms/wasser/dok/347/347258.fluesse_muessen_sauberer_werden.html - external-link-new-window "Opens external link in new window"><img src="fileadmin/templates/colors/closed/new/tapete/images/link-ext.gif" alt="" />weitere Informationen der GRÜNEN Bundestagsfraktion finden Sie hier.</link><br />]]></content:encoded>
			<category>Presseschau</category>
			<category>Nordhessen</category>
			<category>Wasser</category>
			<category>Gewässerschutz</category>
			<category>Aktuelles</category>
			<category>Nicole Maisch</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Expertenanhörung bestätigt: Verbraucherinformationsgesetz ist ein zahnloser Tiger</title>
			<link>http://nicolemaisch.de/detail/nachricht/expertenanhoerung-bestaetigt-verbraucherinformationsgesetz-ist-ein-zahnloser-tiger.html</link>
			<description>Anlässlich der Expertenanhörung im Verbraucherausschuss zum Verbraucherinformationsgesetz erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik:</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Die heutige Anhörung hat klar gezeigt: Das Verbraucherinformationsgesetz ist unzureichend und muss dringend überarbeitet werden. Denn das vom damaligen Verbraucherminister Seehofer als Meilenstein in der Geschichte des Verbraucherschutzes gefeierte Gesetz erweist sich im Anwendungsalltag als zahnloser Tiger. <br /> <br /> Statt zeitnahe Informationen und Auskünfte für die Verbraucherinnen und Verbraucher bereitzustellen, schützt das Gesetz die Geheimhaltungsinteressen von Unternehmen. Die Mehrheit der geladenen Experten, darunter die Deutsche Umwelthilfe, foodwatch sowie das baden-württembergische Verbraucherministerium, forderte daher eine Ausweitung der Informationsansprüche gegenüber Unternehmen. <br /> <br /> Darüber hinaus wurde unter anderem die aktive Informationspflicht von Behörden gefordert, damit zum Beispiel Skandale im Lebensmittelbereich rechtzeitig an das Tageslicht kommen. Auch das einfach verständliche Smiley-System zur Lebensmittelkontrolle aus Dänemark, das in Berlin-Pankow bereits erfolgreich angewendet wird, fand breiten Zuspruch bei den Experten. <br /> <br /> Jetzt muss das Verbraucherministerium handeln und die zahlreichen Verbesserungsvorschläge in der Novellierung des Gesetzes verankern, damit aus dem zahnlosen Tiger tatsächlich ein Meilenstein des Verbraucherschutzes wird.</p>]]></content:encoded>
			<category>Nicole Maisch</category>
			<category>Aktuelles</category>
			<category>Bundestag</category>
			<category>Verbraucherpolitik</category>
			<category>Presse</category>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 09:59:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Rede: Verbraucherschutz im Internet</title>
			<link>http://nicolemaisch.de/detail/nachricht/rede-verbraucherschutz-im-internet.html</link>
			<description>Heute beraten wir einen Gesetzesentwurf zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei Vertragsabschlüssen im Internet. Wenn die Bundesregierung den Verbraucherschutz ernst nehmen würde, hätte der Entwurf eigentlich aus ihrer Feder stammen müssen und nicht aus den Reihen der Opposition.
Es geht um die sogenannte Button-Lösung für Vertragsabschlüsse im Internet. Danach wären im Internet geschlossene Verträge nur dann wirksam, wenn der Verbraucher einen grafisch hervorgehobenen Hinweis auf den Preis erhält und diesen zur Vertragsbestätigung &quot;aktiv&quot; anklicken muss. Dies wurde auch von uns Grünen immer wieder gefordert.
Internetabzocke ist kein neues Thema. Erkundigen Sie sich bei den Verbraucherzentralen in Ihren Wahlkreisen, die können Ihnen ein Lied davon singen, wie viele Verbraucher sich regelmäßig bei ihnen melden, weil sie auf Abofallen im Internet reingefallen sind. Daher fordern wir Grüne schon seit langem eine Pflicht zur Bestätigung von Verträgen im Internet. Leider wurde unser Vorschlag zu Zeiten der Großen Koalition weder von der SPD noch von der CDU/CSU unterstützt.
Zwar stand die Button-Lösung schon in der letzten Legislatur auf der Agenda der Union, aber sie scheiterte an ihrem eigenen Wirtschaftsflügel. Hier hat offensichtlich mal wieder die Lobbyarbeit diverser Unternehmen über den gesunden Menschenverstand und vor allem über den Verbraucherschutz triumphiert.
Auch im aktuellen Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung heißt es: &quot;Wir brauchen ein verpflichtendes Bestätigungsfeld für alle Vertragsabschlüsse im Internet. Mit dem verpflichtenden Preisangabefenster können wir Internetabzocke minimieren.&quot; Und auch aus dem Verbraucherministerium hören wir, dass Ilse Aigner den Abofallen und Abzockseiten im Internet den Kampf angesagt hat. &quot;Sollte bis zum Herbst nicht erkennbar sein, dass sich die Button-Lösung auf EU-Ebene durchsetzen wird, werden wir uns um eine nationale Regelung bemühen&quot;, sagte sie jüngst dem &quot;Tagesspiegel&quot;.
Aber aus der Vergangenheit wissen wir: In der Regel bleibt es bei bloßen Ankündigungen der Verbraucherministerin, und die Verbraucher werden bis zum Sankt Nimmerleinstag vertröstet. Ob beim Thema kostenlose Warteschleifen bei Servicerufnummern, beim Verbot von Giften in Kinderspielzeugen oder bei längst überfälligen Verbraucherschutzmaßnahmen auf dem Finanzmarkt: Die Ministerin macht vollmundige Versprechen in den Medien, aber setzt nichts um, sondern wartet lieber auf die oft genug unzureichenden Vorgaben aus Brüssel. Bedauerlich für die Verbraucher.
Im Kampf gegen die Abzocke im Internet hätte die Verbraucherministerin schon längst eine nationale Button-Lösung auf den Weg bringen müssen. Jetzt hängt es auch von Brüssel ab. Denn hier stehen derzeit die Verhandlungen zur EU-Richtlinie über die Rechte der Verbraucher an. Wir hoffen, dass der verbraucherpolitische Verstand in Brüssel siegt und es zu keiner Vollharmonisierung kommt, damit die Button-Lösung nicht generell vom Tisch ist. Dafür muss Ilse Aigner auf EU-Ebene kämpfen. Denn nur eine gezielte Teilharmonisierung kann die bewährten Verbraucherschutzstandards in Deutschland sicherstellen und lässt Spielraum für nationale Regelungen.
&lt;br /&gt;Anmerkung: Diese Rede wurde zu Protokoll gegeben.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Heute beraten wir einen Gesetzesentwurf zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei Vertragsabschlüssen im Internet. Wenn die Bundesregierung den Verbraucherschutz ernst nehmen würde, hätte der Entwurf eigentlich aus ihrer Feder stammen müssen und nicht aus den Reihen der Opposition.
Es geht um die sogenannte Button-Lösung für Vertragsabschlüsse im Internet. Danach wären im Internet geschlossene Verträge nur dann wirksam, wenn der Verbraucher einen grafisch hervorgehobenen Hinweis auf den Preis erhält und diesen zur Vertragsbestätigung &quot;aktiv&quot; anklicken muss. Dies wurde auch von uns Grünen immer wieder gefordert.
Internetabzocke ist kein neues Thema. Erkundigen Sie sich bei den Verbraucherzentralen in Ihren Wahlkreisen, die können Ihnen ein Lied davon singen, wie viele Verbraucher sich regelmäßig bei ihnen melden, weil sie auf Abofallen im Internet reingefallen sind. Daher fordern wir Grüne schon seit langem eine Pflicht zur Bestätigung von Verträgen im Internet. Leider wurde unser Vorschlag zu Zeiten der Großen Koalition weder von der SPD noch von der CDU/CSU unterstützt.
Zwar stand die Button-Lösung schon in der letzten Legislatur auf der Agenda der Union, aber sie scheiterte an ihrem eigenen Wirtschaftsflügel. Hier hat offensichtlich mal wieder die Lobbyarbeit diverser Unternehmen über den gesunden Menschenverstand und vor allem über den Verbraucherschutz triumphiert.
Auch im aktuellen Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung heißt es: &quot;Wir brauchen ein verpflichtendes Bestätigungsfeld für alle Vertragsabschlüsse im Internet. Mit dem verpflichtenden Preisangabefenster können wir Internetabzocke minimieren.&quot; Und auch aus dem Verbraucherministerium hören wir, dass Ilse Aigner den Abofallen und Abzockseiten im Internet den Kampf angesagt hat. &quot;Sollte bis zum Herbst nicht erkennbar sein, dass sich die Button-Lösung auf EU-Ebene durchsetzen wird, werden wir uns um eine nationale Regelung bemühen&quot;, sagte sie jüngst dem &quot;Tagesspiegel&quot;.
Aber aus der Vergangenheit wissen wir: In der Regel bleibt es bei bloßen Ankündigungen der Verbraucherministerin, und die Verbraucher werden bis zum Sankt Nimmerleinstag vertröstet. Ob beim Thema kostenlose Warteschleifen bei Servicerufnummern, beim Verbot von Giften in Kinderspielzeugen oder bei längst überfälligen Verbraucherschutzmaßnahmen auf dem Finanzmarkt: Die Ministerin macht vollmundige Versprechen in den Medien, aber setzt nichts um, sondern wartet lieber auf die oft genug unzureichenden Vorgaben aus Brüssel. Bedauerlich für die Verbraucher.
Im Kampf gegen die Abzocke im Internet hätte die Verbraucherministerin schon längst eine nationale Button-Lösung auf den Weg bringen müssen. Jetzt hängt es auch von Brüssel ab. Denn hier stehen derzeit die Verhandlungen zur EU-Richtlinie über die Rechte der Verbraucher an. Wir hoffen, dass der verbraucherpolitische Verstand in Brüssel siegt und es zu keiner Vollharmonisierung kommt, damit die Button-Lösung nicht generell vom Tisch ist. Dafür muss Ilse Aigner auf EU-Ebene kämpfen. Denn nur eine gezielte Teilharmonisierung kann die bewährten Verbraucherschutzstandards in Deutschland sicherstellen und lässt Spielraum für nationale Regelungen.
<br />Anmerkung: Diese Rede wurde zu Protokoll gegeben.]]></content:encoded>
			<category>Verbraucherpolitik</category>
			<category>Rede</category>
			<category><a href="bundestag/verbraucherpolitik.html" title="Datenschutz">Datenschutz</a></category>
			<category>Bundestag</category>
			<category>Nicole Maisch</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>O-Ton: Gesetz gegen unerlaubte Telefonwerbung greift offenbar nicht</title>
			<link>http://nicolemaisch.de/detail/nachricht/gesetz-gegen-unerlaubte-telefonwerbung-greift-offenbar-nicht-1.html</link>
			<description>Rund 57.000 Beschwerden bei Bundesnetzagentur</description>
			<content:encoded><![CDATA[Anlässlich der Untersuchung der Verbraucherzentralen und des ARD-Magazins Panorama zum einjährigen Jubiläum des Gesetzes gegen unerlaubte Telefonwerbung erklärt Nicole Maisch, verbraucherpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen:
&quot;Jetzt zeigt sich endlich, dass wir Grüne Recht hatten. Das Gesetz gegen unlautere Telefonwerbung ist ein Flop, denn es schützt die Verbraucher eben nicht vor Abzocke durch lästige Werbeanrufe. Das belegt die Untersuchung derVerbrauchezentralen anlässlich des einjährigen Jubiläum des Gesetzes.Wir Grüne haben immer auf eine schriftliche Bestätigung von Verträgen, dieam Telefon abgeschlossen werden, bestanden. Hier hat die Verbraucherministerin Aigner versagt, denn sie hätte diese Maßnahme bei ihrer Amtskollegin Zypries durchsetzen müssen.&quot;]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			<category>Bundestag</category>
			<category>Verbraucherpolitik</category>
			<category><a href="bundestag/verbraucherpolitik.html" title="Telekommunikation">Telekommunikation</a></category>
			<category>Presse</category>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 11:29:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Verbraucherschutz bei Finanzdienstleistungen</title>
			<link>http://nicolemaisch.de/detail/nachricht/verbraucherschutz-bei-finanzdienstleistungen.html</link>
			<description>Rede von Nicole Maisch zum Thema Verbraucherschutz bei Finanzdienstleistungen, wie etwa Überziehungszinsen, Abzocke bei EC-Kartengebühren oder Fehlanreizen bei der Beratung.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Vizepräsidentin Petra Pau:</strong>
Das Wort hat die Kollegin Nicole Maisch für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
<strong>Nicole Maisch</strong> (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN):
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Drei Jahre nach Beginn der Finanzkrise ist die verbrau­cherpolitische Bilanz der Regierung immer noch relativ schlecht. Banken und andere Anbieter von Finanzpro­dukten machen mehr oder weniger weiter wie bisher. Die Regierung hat es versäumt, die notwendigen Refor­men zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher auf den Finanzmärkten umzusetzen. Ich will Ihnen drei Beispiele aus Verbrauchersicht nennen. Da geht es weni­ger um Regulierung im Großen als um kleine Ärger­nisse, die enormen volkswirtschaftlichen Schaden an­richten.
Nehmen wir als erstes Beispiel die Überziehungszin­sen. Die Verbraucherzentrale in Bremen schätzt, dass die Deutschen allein von Dezember 2008 bis April 2010 über 700 Millionen Euro aufgrund überhöhter Dispo- und Überziehungszinsen gezahlt haben.
(Zurufe von der SPD: Hört! Hört!)
Das mag man vielleicht als Kleinigkeit abtun, aber 0,7 Milliarden Euro sind eine ganze Menge Geld.
(Leo Dautzenberg [CDU/CSU]: Wer hat das denn festgestellt, Frau Kollegin?)
Die in der Studie untersuchten Banken kassierten Über­ziehungszinsen zwischen 17 und 20 Prozent. Wenn wir uns den Leitzins anschauen, den die Europäische Zen­tralbank im Moment festgelegt hat, stellen wir fest, dass das Geld derzeit eigentlich relativ billig ist.
(Dr.&nbsp;Carsten Sieling [SPD]: Das ist wahr!)
Wer aber den Dispo überzieht, den kommt das sehr teuer zu stehen. Besonders dreist ist die Commerzbank; denn sie nimmt den höchsten Überziehungszins. Dabei ist das die Bank, die wir nicht mit Millionen, sondern mit Mil­liarden an Steuergeldern päppeln. Da frage ich mich: Ist das nicht ein Anlass, um auf den Finanzmärkten einzu­greifen? Man muss sich doch die Frage stellen: Wenn so weit von dem abgewichen wird, was die Geldpolitik vor­gibt, nämlich einen niedrigen Leitzins, müsste man dann nicht im volkswirtschaftlichen Sinne regulierend ein­greifen?
(Dr.&nbsp;Volker Wissing [FDP]: Das ist wirklich ökonomischer Unsinn!)
Beispiel Nummer zwei: Abzocke bei EC-Kartenge­bühren. Die FDP hat dieses Thema erfreulicherweise im Verbraucherausschuss auf die Tagesordnung gesetzt. Wir haben ein Fachgespräch durchgeführt, zu dem leider kein Vertreter der Union erschienen ist; trotzdem war es sehr gut. Da haben wir herausgefunden, dass die EC-Kar­tengebühren immer mehr steigen. Aber auch hier bleibt es bei der Thematisierung in der Presse. Das ist zwar schön, aber das reicht noch nicht. Eine Pressemitteilung hat noch keinem Verbraucher, keiner Verbraucherin ge­nutzt. Der Grund, warum Sie an diese ganzen Themen nicht herangehen, ist, dass Sie, wie ich glaube, eine Beiß­hemmung gegenüber der Finanzbranche haben.
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD und der LIN­KEN)
Sie scheuen den Konflikt: Sie schreiben zwar Pressemit­teilungen, aber Sie trauen sich nicht, gesetzliche Rege­lungen zu treffen.
Ähnliches gilt für das dritte Beispiel, die Provisionen. Herr Professor Schweickert hat über die Honorarbera­tungen gesprochen. Wir wissen, dass Provisionen häufig Fehlanreize für Beratung setzen. Man berät unter dem Aspekt: &quot;Wie kann ich die höchste Provision erzielen?&quot;, aber nicht nach dem Grundsatz: &quot;Was ist das Beste für den Kunden?&quot; Jetzt müssen sich Frau Aigner und Herr Schäuble aber fragen lassen: Wo sind Ihre Vorschläge zur Deckelung von Provisionen? Trauen Sie sich an die Kick-backs heran? Wie wollen Sie Transparenz bei den Provisionen schaffen? Wie wollen Sie die verbraucher­freundliche Honorarberatung fördern? Nur in Über­schriften zu reden, reicht nicht. Man muss auch konkrete Konzepte vorlegen.
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)
Ein kleines Beispiel: Ministerin Aigner verspricht uns seit vielen Monaten, dass sie den Begriff &quot;Honorarbera­ter&quot; gesetzlich schützen lassen wird. Das macht Sinn. Das löst zwar nicht das ganze Problem, würde zumindest aber dafür sorgen, dass jemand, der &quot;Honorarberater&quot; auf seinem Türschild stehen hat, nicht noch zusätzlich Provision kassiert. Das ist eigentlich keine so schwierige Sache. Trotzdem haben wir hierzu bislang noch keinen Gesetzentwurf gesehen.
(Kerstin Tack [SPD]: Im Herbst!)
–&nbsp;Wahrscheinlich im Herbst; alles kommt im Herbst.
(Nicolette Kressl [SPD]: Welches Jahr?)
Wir Grünen fordern seit langem eine Reform der Fi­nanzaufsicht. Dazu werden Sie in der morgigen Debatte vom Kollegen Schick noch genauere Ausführungen hö­ren.
Wir möchten auch, dass der Verbraucherschutz zu ei­ner Kernaufgabe der Finanzaufsicht wird. Wir wünschen uns, dass sich am Wettbewerb der Ideen um die beste Fi­nanzaufsicht, den Brüderle und Schäuble ausgerufen ha­ben, auch Frau Ministerin Aigner beteiligt. Wenn die Ideen nur so sprudeln, wäre es ganz gut, wenn auch der Verbraucherschutz Gehör finden würde.
Zum Schluss: Funktionierende Märkte brauchen gut informierte Verbraucherinnen und Verbraucher. Wenn Sie das Verbraucherinformationsgesetz jetzt novellie­ren, dann wäre es doch schön, wenn Sie auch die Finanz­dienstleistungen aufnähmen. Wir wissen, dass auch die FDP das möchte. Wir werden Sie daran messen, ob Sie sich in diesem Punkt gegen die CDU durchsetzen.
(Dr.&nbsp;Erik Schweickert [FDP]: Steht im Koali­tionsvertrag drin!)
–&nbsp;Es steht ja so viel im Koalitionsvertrag. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll.
(Dr.&nbsp;Erik Schweickert [FDP]: Wir setzen ihn um, Schritt für Schritt!)
–&nbsp;Schritt für Schritt, ja; aber man hat ja normalerweise nur vier Jahre Zeit. Deshalb denke ich, jetzt wäre es an der Zeit, konkret ans Arbeiten zu gehen, statt nur Presse­mitteilungen zu schreiben.
(Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD)]]></content:encoded>
			<category>Verbraucherpolitik</category>
			<category>Rede</category>
			<category><a href="bundestag/verbraucherpolitik.html" title="Finanzmärkte">Finanzmärkte</a></category>
			<category>Bundestag</category>
			<category>Nicole Maisch</category>
			<category>Startseite</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Für einen Idealismus ohne Illusionen - Das Leben ist BUNTER</title>
			<link>http://nicolemaisch.de/detail/nachricht/fuer-einen-idealismus-ohne-illusionen-das-leben-ist-bunter.html</link>
			<description>&lt;div id=&quot;ID_Head&quot;&gt; &lt;link http://www.stefan-liebich.de/&gt;&lt;br /&gt;&lt;/link&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;Content&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;ImageBoxBig align-center&quot;&gt; 			&lt;img id=&quot;img2085&quot; src=&quot;http://www.stefan-liebich.de/serveImage.php?id=2085&amp;type=o&amp;ext=.jpg&quot; alt=&quot;bunter.gif&quot; /&gt; 			 			 			&lt;/div&gt;
&lt;br /&gt;
… als das Schwarz und Gelb der gegenwärtigen Regierungskoalition, und auch bunter als graue Theorien über politische Dogmen. Das Leben ist so bunt wie die Erfahrungen, die jede und jeder von uns gesammelt hat, und so vielfältig wie unsere Vorstellungen darüber, wie unsere Gesellschaft einmal aussehen könnte und vor allem auch, welche politischen Werte uns bewegen. Genau darüber diskutieren wir seit einiger Zeit gemeinsam und dieses Papier spiegelt den aktuellen Stand unserer Diskussion wieder. Wir sind jüngere Politikerinnen und Politiker der Grünen, der SPD und der Linken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Andere Mehrheiten sind möglich&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wissen, dass ein rot-grün-rotes Bündnis unter besonderer Beobachtung stehen würde. Damit es krisenfest ist, muss ein solches Bündnis gemeinsame Werte teilen und sich auch der Unterstützung außerparlamentarischer Bündnispartner sicher sein. Ob am Ende die inhaltlichen Übereinstimmungen, der gesellschaftliche Rückhalt und der gemeinsame Wille zur Übernahme von Verantwortung eine rot-rot-grüne Mehrheit Wirklichkeit werden lassen, steht heute noch nicht fest. Wir wissen, dass es Hürden und Bedenken in jeder unserer Parteien gibt, Vorbehalte wie Vorurteile, aber eben auch inhaltliche Unterschiede. Wir haben nun den Dialog über die Möglichkeiten eines solchen Bündnisses auf Bundesebene begonnen. Und wir wollen uns auf den Weg machen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu diskutieren; nicht mehr und nicht weniger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir möchten Denkanstöße für Ideen geben, wie die Gesellschaft von morgen aussehen könnte. Wir ziehen Konsequenzen aus den ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Krisen eines ungezügelten globalen Kapitalismus, der die Grenzen der ökologischen Belastbarkeit längst überschritten hat und auf soziale Herausforderungen nicht angemessen reagieren kann. Wir wollen die soziale Spaltung der Gesellschaft überwinden, statt den Mangel zu verwalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir müssen das Primat der Politik verteidigen, statt eine Entwicklung zu akzeptieren, die das Politische und die Demokratie aushöhlt. Gerade globalisierte Märkte brauchen demokratische Kontrolle. Wir wollen eine Neudefinition der Rolle des Staates, um mehr soziale Gerechtigkeit, mehr individuelle Freiheit und mehr kulturelle Offenheit sowie Teilhabe zu erreichen. Der Staat darf nach unserer Auffassung nicht zum bloßen Kriseninterventionsdienst verkommen, der mit dem Geld der Steuerzahler die Schäden des Finanzsystems ausbügelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kleben nicht an Dogmen, haben keine Illusionen, sondern teilen Ideale und Ideen für eine zukunftsfähige solidarische Gesellschaft. Wir stehen für einen Politikstil, der die globalen gesellschaftlichen Probleme ehrlich reflektiert, der Konflikte austrägt und die Probleme von heute nicht auf kommende Generationen und auf die Schwächsten der Gesellschaft abwälzt. Keine Lösung ist für uns jedoch, allen alles zu versprechen. Aber gelingt es uns, mit einem neuen sozial-ökologischen Gesellschaftsvertrag die großen Krisen unserer Zeit zu lösen? Oder werden durch altbackene neoliberale Konzepte, wie nicht finanzierbare Steuersenkungen, Klientelpolitik und Lobbyismus die Probleme verschärft und wird damit zusätzlich eine Krise des demokratischen Systems hervorgerufen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir beziehen Position und suchen emanzipatorische, demokratische, nachhaltige und solidarische Lösungen. Wir wollen diese gesellschaftlich mehrheitsfähig machen und in konkrete Handlungsentwürfe umsetzen. In den nächsten Jahren entscheidet sich, wer die Kosten für die Wirtschaftskrise zahlt. Gleichzeitig wird entschieden, ob wir mehr soziale Gerechtigkeit schaffen, Klimawandel wie Artensterben auf ein vertretbares Maß reduzieren und ob es uns gelingt, den Bürgerinnen und Bürgern das Vertrauen in unsere Demokratie wiederzugeben. Das sind zentrale Unterschiede zur aktuellen Politik von Schwarz-Gelb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie wir leben&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Leben vieler Menschen wird immer stärker von rasanten Wandlungsprozessen bestimmt. Beim gesellschaftlichen Zusammenhalt erleben wir eine zunehmende soziale und räumliche Fragmentierung bis hin zur Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen. Die sich verfestigende soziale und räumliche Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich führt auch zu Unsicherheit als bestimmendem Lebensgefühl für Viele.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Gesellschaft befindet sich in einer Phase des Umbruchs. Wir erleben eine Erfolgsgesellschaft, in der gesellschaftliche Krisen individuell verarbeitet werden müssen. Das Versprechen, dass Leistung sich „lohnt“ und automatisch in Erfolg mündet löst sich für einen wachsenden Teil der Bevölkerung nicht mehr ein. Stattdessen erleben wir, wie einige zu passiven Gewinnern werden, während Erwerbslose und Transferhilfeempfänger aller aktivierender Sozialstaatspolitik zum Trotz als stigmatisierte Verlierer dastehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesen Entwicklungen liegt ein unreflektiertes und unökologisches Wachstumsparadigma zu Grunde, dass angesichts globaler Katastrophen an seine Grenzen gestoßen ist und gleichzeitig immer mehr an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbeigeht. Gleichzeitig beobachten wir eine Krise der politischen Lösungsansätze: Negative Erfahrungen aus Staats- und Marktversagen führen bei immer mehr Bürgerinnen und Bürgern zu einem Gefühl politischer Entmündigung. Viele Menschen funktionieren nur noch unter Stress und Leistungsdruck in einem System, dem sie immer weniger vertrauen und für das sie sich oft nicht mehr engagieren wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den vergangenen Jahren fand eine Entpolitisierung des Politischen statt, der bis jetzt zu wenig entgegengesetzt wurde. In Zeiten, in denen wir erfahren müssen, wohin ein blindes Wachstumserfordernis führt; in denen wir erkennen müssen, wie fehlgesteuerte Finanzsysteme ganze Volkswirtschaften zusammenbrechen lassen und in denen verantwortungsvolle Politik ersetzt wird durch Versuch und Irrtum, fällt konservativen Parteien und Regierungen nichts anderes ein, als weiter auf Maßnahmen zur Steigerung des Wachstums mit der Folge sozialer Spaltung und ökologischer Zerstörung zu setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind uns bewusst, dass angesichts der internationalen Verflechtungen mit ihren wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Konsequenzen Politik nicht mehr mit nationalstaatlichem Fokus allein entwickelt werden kann. Ohne eine internationale Perspektive lassen sich die entscheidenden Fragen zu Energieversorgung, Klimaschutz, Sozialstandards, Steuern, Handelsbeziehungen und Binnenmarkt nicht sinnvoll beantworten. Die notwendige Regulierung der Finanzmärkte macht das mehr als deutlich. Aus diesen Gründen wollen wir eine Politik vorantreiben, die nicht mehr in der Kleinstaaterei denkt, sondern internationale Verantwortung übernimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine besondere Bedeutung hat die Europäische Union als Antwort auf die Globalisierung und als großes Friedens- und Integrationsprojekt auf dem europäischen Kontinent. Wir treten deshalb für eine vertiefte Integration ein, sehen jedoch Handlungsbedarf für Entwicklungskorrekturen der EU. Die aktuelle Krise des Euro, des Stabilitätspaktes und der Institutionen zeigt: Die Europäische Union muss demokratischer organisiert, um eine Sozial- und Wirtschaftsunion ergänzt und auf fairen Wettbewerb mit hohen Sozial- und Ökologiestandards ausgerichtet werden. In diesem Kontext stehen wir vor der Aufgabe, auch die internationale Verantwortung Deutschlands und Europas neu zu definieren. Das betrifft die Verantwortung für Fragen des Nord-Süd-Ausgleichs, der Rolle der Vereinten Nationen und des Völkerrechts. Wir wissen, dass wir in Teilen unterschiedliche Vorstellungen von der Rolle Deutschlands in Europa und der Welt haben. Wir verschweigen diese nicht, sondern versuchen sie zu diskutieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was wir wollen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inhaltsleere Farbenspiele bringen niemanden weiter. Bündnisse müssen sich an gemeinsamen Inhalten festmachen. Wir sind überzeugt, dass es trotz der großen Unterschiede zwischen den drei Parteien gemeinsame Ziele gibt, die eine rot-grün-rote Option möglich und sinnvoll machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ziele, bei denen große Einigkeit besteht sind:
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;  längeres gemeinsames Lernen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;interkulturelle Bildung&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Stärkung der individuellen Förderung durch mehr kreative Bildungsinhalte&lt;/li&gt;&lt;li&gt;die Idee einer solidarischen Bürgerversicherung im Gesundheitswesen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;eine gerechtere Wirtschafts- und Sozialordnung&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Mindestlöhne und eine repressionsarme Mindestsicherung&lt;/li&gt;&lt;li&gt;der ökologische Umbau der Industriegesellschaft&lt;/li&gt;&lt;li&gt;freies Internet sowie&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Bürger- und Menschenrechte, die diesen Namen wirklich verdienen    &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
Dies bedeutet keine Aufgabe der Eigenständigkeit der einzelnen Parteien, die jede auch in anderen Bündnissen regierungsfähig ist und bleiben soll. Es bedeutet kein Ende der politischen Differenzen, die zwischen unseren Parteien bestehen. Wir lächeln diese Differenzen nicht weg, sondern arbeiten an (neuen) Gemeinsamkeiten zur Klärung gemeinsamer Projekte für eine Strategie der ökologisch sozialen Wende.
&lt;br /&gt;Wir sind jedoch zugleich davon überzeugt, dass diejenigen, die wie wir einen Gestaltungsanspruch für eine ökologisch soziale Wende erheben, sich in einer lebendigen Demokratie auf mehr als der Ebene rein parteipolitischer Überlegungen zu bewegen haben. Unser Ziel liegt daher in dem Austausch nachvollziehbarer und anschlussfähiger gemeinsamer Konzepte.
&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die ökologische Erneuerung&lt;/b&gt;
&lt;br /&gt;Ein moderner Gerechtigkeitsbegriff bezieht Menschen auf dem ganzen Globus ein und erkennt auch die Rechte der jungen und zukünftigen Generationen an. Die ökologische Krise hat eine neue Dimension erreicht. Wir haben keine Zeit zu verlieren. Somit ist der konsequente Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und eine ökologische Erneuerung der gesamten Wirtschaft dringend notwendig.
&lt;br /&gt;Wir wollen die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien, Einsparung und Effizienz. Unser Ziel ist es, schnellstmöglich 100% unserer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu gewährleisten. Dazu müssen sowohl die Strukturen der vier Großkonzerne aufgebrochen werden als auch die Verbraucherinteressen und soziale Ausgewogenheit stärker in den Blickpunkt rücken. Wir müssen uns auf den Weg in eine ressourcenschonende, effizientere und emmissionsarme Gesellschaft machen. Wir wollen die richtigen politischen Rahmenbedingungen für eine „Grüne Industrielle Revolution“ setzen. Des Weiteren müssen wir die Art, wie wir produzieren, transportieren und konsumieren, radikal verändern. Durch staatliches Handeln allein wird dies nicht gelingen. Neben einer funktionierenden öffentlichen Daseinsvorsorge braucht es auch geregelte Märkte, in denen Verbraucherinnen und Verbraucher auf Augenhöhe agieren und sich der Macht des strategischen Konsums bewusster werden. Gelingt uns dieser grundlegende Wandel nicht, werden wir unweigerlich unsere Lebensgrundlagen zerstören.
&lt;br /&gt;Ohne stabile Ökosysteme ist erfolgreiches Wirtschaften nicht möglich. Der Schutz unserer Lebensgrundlagen ist deshalb die Voraussetzung für erfolgreiche Wirtschaftspolitik. Ein Land, das diese Herausforderungen rechtzeitig erkennt, hat zugleich die besten Chancen, die Produkte und Technologien der Zukunft vorausschauend zu entwickeln und zu produzieren. Der Erfolg der erneuerbaren Energien zeigt, wie in diesem Bereich selbst in der Krise die Zahl der Arbeitsplätze steigt. Auf diesem Weg setzen wir auch auf die Unterstützung der Gewerkschaften.
&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Soziale Gerechtigkeit&lt;/b&gt;
&lt;br /&gt;Wir erleben eine fragmentierte Gesellschaft, in der die soziale Schere immer weiter auseinander geht und individuelle Lebenschancen von der sozialen Herkunft abhängen.
&lt;br /&gt;Wir brauchen eine Bildungs-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, die den Ambivalenzen unserer modernen Gesellschaft Rechnung trägt. Individualisierung, Flexibilisierung und Pluralisierung der Arbeitswelt und von Lebensentwürfen haben einerseits Freiheitsgewinne mit sich gebracht, muten andererseits den Menschen aber auch viel zu. Wir wollen nicht zurück in die „goldenen 70er und 80er Jahre“ der alten Bundesrepublik, als Sozialstaat und Arbeitsmärkte noch viel fester als heute am Alleinernährermodell klebten und die unbefristeten Vollzeitarbeitsplätze meist den Männern vorbehalten waren. Eine gerechte Gesellschaft muss die Rahmenbedingungen setzen und die finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen, damit gutes Leben, gute Arbeit und bestmögliche Bildung möglich sind und Armut und Ausgrenzung nicht große Bevölkerungsgruppen abkoppeln.
&lt;br /&gt;Um Gerechtigkeit zu schaffen, brauchen wir eine konsequente Umverteilung. Auch solide und verantwortungsbewusste Haushaltspolitik muss hier ansetzen. Dazu benötigen wir ausreichende Einnahmen und einen intelligenteren aber vor allem nachhaltigeren Umgang mit unseren finanziellen Ressourcen. Angesichts überschuldeter Haushalte ist es notwendig, sich von überflüssigen und unökologischen Subventionen und von teuren Prestigeprojekten zu trennen. Priorität muss auf den qualitativen und quantitativen Ausbau unseres Bildungssystems gelegt werden – angefangen bei der Kinderbetreuung, über unser Schul- und Hochschulsystem sowie der beruflichen Bildung bis hin zur Weiterbildung. Wir wollen Teilhabe, Chancengleichheit und Aufstieg durch Bildung endlich ermöglichen, anstatt die bestehende Bildungsmisere zu verwalten oder schönzureden. Wir wollen starke
Bildungseinrichtungen für alle statt einer frühen Selektion.
&lt;br /&gt;Es geht um eine gerechte Erneuerung der Sozialsysteme. Das heißt auch, dass starke Schultern mehr tragen müssen als schwache. Wir wollen eine Finanztransaktionsteuer, eine höhere Belastung von großen Vermögen und Erbschaften, eine Anhebung des Spitzensteuersatzes und den Abschied von kontraproduktiven, unökologischen Subventionen. Wir wollen einen gesetzlichen Mindestlohn statt „Armut trotz Arbeit“, eine solidarische Bürgerversicherung und eine Grundsicherung, die den Unsicherheiten des modernen Lebens angemessen ist.
&lt;br /&gt;Dabei sind wir uns bewusst, dass soziale Gerechtigkeit sich nie ausschließlich über Transferzahlungen erreichen lässt und mehr ist als Umverteilung. Wir stehen nicht für einen Weg in die Alimentierungsgesellschaft, sondern setzen auf die aktive Partizipation aller Bürgerinnen und Bürger.
&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Demokratie für alle&lt;/b&gt;
&lt;br /&gt;Wir wollen uns nicht damit abfinden, dass sich immer mehr Menschen aus dem politischen Prozess verabschieden, weil sie das Vertrauen verloren haben. Wir sind uns einig in unserer Forderung nach mehr direkter Demokratie, nach Demokratisierung des Bildungs- und Wirtschaftssystems und einem freien Internet. Wir brauchen eine liberale Innen- und Rechtspolitik und eine Gesellschaft, in der Freiheit und Sicherheit nicht gegeneinander ausgespielt werden – auch nicht nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001. Wir wollen Freiheit statt Überwachung, und wir wehren uns gegen die Aushöhlung von Bürgerrechten durch Staat und Unternehmen. Die Möglichkeiten von Mitbestimmung in Unternehmen müssen deutlich ausgebaut werden.
&lt;br /&gt;Wir wollen Demokratie leben und gesellschaftliche Realitäten in politische Prozesse münden lassen. Die Stärkung der Freiheit der Einzelnen, was Selbstbestimmung und Entfaltungsmöglichkeiten angeht, muss sich in einer modernen Gesellschaftspolitik widerspiegeln. Tradierte Gesellschaftsbilder müssen überwunden werden, wir wollen ein buntes Leben auch im Privaten. Die Gleichberechtigung der Geschlechter steht dabei genauso im Mittelpunkt wie gleiche Rechte und Möglichkeiten für Homo- wie Heterosexuelle. Familie und Heimat sind Werte und Begriffe, die auch politisch neu definiert werden müssen.
&lt;br /&gt;Wir stehen für eine neue, transparente politische Kultur, die Lobbyismus deutlich einschränkt. Uneingeschränkter wie intransparenter Lobbyismus gefährdet die Demokratie. Wir wollen eine Netzpolitik, die die Freiheit des Internets allen Menschen auf der Welt gewährleistet und die Chancen der Digitalisierung in den Mittelpunkt stellt und die Interessen der kreativ Tätigen und Denkenden nicht vergisst.
&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Resümee&lt;/b&gt;
&lt;br /&gt;Union und FDP haben die Bundestagswahl 2009 nicht durch ein inhaltlich stimmiges Konzept gewonnen. Sie profitierten davon, dass die Parteien jenseits von schwarz-gelb keine realistische Machtoption und keine Leitlinie für eine gemeinsame alternative zukunftsfähige Politik anzubieten hatten. Eine solche Beschneidung politischer Handlungsoptionen blockiert das politische System.
&lt;br /&gt;Der rechtzeitige Beginn des Dialogs zwischen SPD, Die Linke und Bündnis90/Die Grünen gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Kräften kann neue politische Perspektiven eröffnen.
&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Unterzeichnerinnen und Unterzeichner:&lt;/b&gt;
&lt;link http://www.bockhahn.de/ _blank&gt;Steffen Bockhahn&lt;/link&gt; (MdB Die Linke)
&lt;link http://www.marco-buelow.de/ _blank&gt;Marco Bülow&lt;/link&gt; (MdB SPD)
Martin Deschauer (SPD, Vorstand der &lt;link http://www.spd-denkfabrik.de/ _blank&gt;Denkfabrik&lt;/link&gt;)
&lt;link http://www.angeladorn.de/ _blank&gt;Angela Dorn&lt;/link&gt;(MdL Hessen, Bündnis 90/Die Grünen)
&lt;link http://www.kai-gehring.de/ _blank&gt;Kai Gehring&lt;/link&gt; (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
&lt;link http://www.spd-abgeordnete-bremen.de/koepfe/person/13/biografie _blank&gt;Ulrike Hiller&lt;/link&gt; (MdL Bremen, SPD)
&lt;link http://www.toni-hofreiter.de/ _blank&gt;Dr. Anton Hofreiter&lt;/link&gt; (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
&lt;link http://www.barbara-hoell.de/ _blank&gt;Dr. Barbara Höll&lt;/link&gt; (MdB, Die Linke)
&lt;link http://www.sven-kindler.de/ _blank&gt;Sven-Christian Kindler&lt;/link&gt; (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
&lt;link http://www.baerbel-kofler.de/ _blank&gt;Dr. Bärbel Kofler&lt;/link&gt; (MdB, SPD)
&lt;link http://dk.spdsachsen.de/ _blank&gt;Daniela Kolbe&lt;/link&gt; (MdB, SPD)
&lt;link http://www.jankorte.de/ _blank&gt;Jan Korte&lt;/link&gt; (MdB, Die Linke)
&lt;link http://agnes-krumwiede.de/ _blank&gt;Agnes Krumwiede&lt;/link&gt; (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
&lt;link http://www.stefan-liebich.de/ _self&gt;Stefan Liebich&lt;/link&gt; (MdB, Die Linke)
&lt;link http://www.nicolemaisch.de/ _blank&gt;Nicole Maisch&lt;/link&gt; (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
&lt;link http://www.malczak.de/ _blank&gt;Agnieszka Malczak &lt;/link&gt;(MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
Angela Marquardt (SPD, Geschäftsführerin der &lt;link http://www.spd-denkfabrik.de/ _blank&gt;Denkfabrik&lt;/link&gt;)
&lt;link http://www.matthias-miersch.de/ _blank&gt;Dr. Matthias Miersch&lt;/link&gt; (MdB, SPD)
&lt;link http://www.soenke-rix.de/ _blank&gt;Sönke Rix&lt;/link&gt; (MdB, SPD)
&lt;link http://www.facebook.com/people/Andre-Schonewolf/1298955190 _blank&gt;André Schönewolf&lt;/link&gt; (Die Linke)
&lt;link http://www.frank-schwabe.de/ _blank&gt;Frank Schwabe&lt;/link&gt; (MdB, SPD)
&lt;link http://www.raju-sharma.de/ _blank&gt;Raju Sharma&lt;/link&gt; (MdB, Die Linke)
&lt;link http://www.carsten-sieling.de/ _blank&gt;Dr. Carsten Sieling&lt;/link&gt; (MdB, SPD)
&lt;link http://www.malte-spitz.de/ _blank&gt;Malte Spitz&lt;/link&gt; (Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen)
&lt;link http://www.wawzyniak.de/ _blank&gt;Halina Wawzyniak&lt;/link&gt; (MdB, Die Linke)
Nicole Wloka (SPD, Vorstand der &lt;link http://www.spd-denkfabrik.de/ _blank&gt;Denkfabrik&lt;/link&gt;)
&lt;br /&gt;
&lt;link fileadmin/user_upload/gruene_btf_maisch/website/Hintergrundpapiere/Das%20Leben%20ist%20bunter.pdf&gt;Das Dokument im PDF-Format&lt;/link&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="ID_Head"> <link http://www.stefan-liebich.de/><br /></link> </div>
<div class="Content">
<div class="ImageBoxBig align-center"> 			<img id="img2085" src="http://www.stefan-liebich.de/serveImage.php?id=2085&amp;type=o&amp;ext=.jpg" alt="bunter.gif" /> 			 			 			</div>
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… als das Schwarz und Gelb der gegenwärtigen Regierungskoalition, und auch bunter als graue Theorien über politische Dogmen. Das Leben ist so bunt wie die Erfahrungen, die jede und jeder von uns gesammelt hat, und so vielfältig wie unsere Vorstellungen darüber, wie unsere Gesellschaft einmal aussehen könnte und vor allem auch, welche politischen Werte uns bewegen. Genau darüber diskutieren wir seit einiger Zeit gemeinsam und dieses Papier spiegelt den aktuellen Stand unserer Diskussion wieder. Wir sind jüngere Politikerinnen und Politiker der Grünen, der SPD und der Linken.<br /><br /><b>Andere Mehrheiten sind möglich</b><br /><br />Wir wissen, dass ein rot-grün-rotes Bündnis unter besonderer Beobachtung stehen würde. Damit es krisenfest ist, muss ein solches Bündnis gemeinsame Werte teilen und sich auch der Unterstützung außerparlamentarischer Bündnispartner sicher sein. Ob am Ende die inhaltlichen Übereinstimmungen, der gesellschaftliche Rückhalt und der gemeinsame Wille zur Übernahme von Verantwortung eine rot-rot-grüne Mehrheit Wirklichkeit werden lassen, steht heute noch nicht fest. Wir wissen, dass es Hürden und Bedenken in jeder unserer Parteien gibt, Vorbehalte wie Vorurteile, aber eben auch inhaltliche Unterschiede. Wir haben nun den Dialog über die Möglichkeiten eines solchen Bündnisses auf Bundesebene begonnen. Und wir wollen uns auf den Weg machen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu diskutieren; nicht mehr und nicht weniger.<br /><br />Wir möchten Denkanstöße für Ideen geben, wie die Gesellschaft von morgen aussehen könnte. Wir ziehen Konsequenzen aus den ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Krisen eines ungezügelten globalen Kapitalismus, der die Grenzen der ökologischen Belastbarkeit längst überschritten hat und auf soziale Herausforderungen nicht angemessen reagieren kann. Wir wollen die soziale Spaltung der Gesellschaft überwinden, statt den Mangel zu verwalten.<br /><br />Wir müssen das Primat der Politik verteidigen, statt eine Entwicklung zu akzeptieren, die das Politische und die Demokratie aushöhlt. Gerade globalisierte Märkte brauchen demokratische Kontrolle. Wir wollen eine Neudefinition der Rolle des Staates, um mehr soziale Gerechtigkeit, mehr individuelle Freiheit und mehr kulturelle Offenheit sowie Teilhabe zu erreichen. Der Staat darf nach unserer Auffassung nicht zum bloßen Kriseninterventionsdienst verkommen, der mit dem Geld der Steuerzahler die Schäden des Finanzsystems ausbügelt.<br /><br />Wir kleben nicht an Dogmen, haben keine Illusionen, sondern teilen Ideale und Ideen für eine zukunftsfähige solidarische Gesellschaft. Wir stehen für einen Politikstil, der die globalen gesellschaftlichen Probleme ehrlich reflektiert, der Konflikte austrägt und die Probleme von heute nicht auf kommende Generationen und auf die Schwächsten der Gesellschaft abwälzt. Keine Lösung ist für uns jedoch, allen alles zu versprechen. Aber gelingt es uns, mit einem neuen sozial-ökologischen Gesellschaftsvertrag die großen Krisen unserer Zeit zu lösen? Oder werden durch altbackene neoliberale Konzepte, wie nicht finanzierbare Steuersenkungen, Klientelpolitik und Lobbyismus die Probleme verschärft und wird damit zusätzlich eine Krise des demokratischen Systems hervorgerufen?<br /><br />Wir beziehen Position und suchen emanzipatorische, demokratische, nachhaltige und solidarische Lösungen. Wir wollen diese gesellschaftlich mehrheitsfähig machen und in konkrete Handlungsentwürfe umsetzen. In den nächsten Jahren entscheidet sich, wer die Kosten für die Wirtschaftskrise zahlt. Gleichzeitig wird entschieden, ob wir mehr soziale Gerechtigkeit schaffen, Klimawandel wie Artensterben auf ein vertretbares Maß reduzieren und ob es uns gelingt, den Bürgerinnen und Bürgern das Vertrauen in unsere Demokratie wiederzugeben. Das sind zentrale Unterschiede zur aktuellen Politik von Schwarz-Gelb.<br /><br /><b>Wie wir leben</b><br /><br />Das Leben vieler Menschen wird immer stärker von rasanten Wandlungsprozessen bestimmt. Beim gesellschaftlichen Zusammenhalt erleben wir eine zunehmende soziale und räumliche Fragmentierung bis hin zur Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen. Die sich verfestigende soziale und räumliche Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich führt auch zu Unsicherheit als bestimmendem Lebensgefühl für Viele.<br /><br />Unsere Gesellschaft befindet sich in einer Phase des Umbruchs. Wir erleben eine Erfolgsgesellschaft, in der gesellschaftliche Krisen individuell verarbeitet werden müssen. Das Versprechen, dass Leistung sich „lohnt“ und automatisch in Erfolg mündet löst sich für einen wachsenden Teil der Bevölkerung nicht mehr ein. Stattdessen erleben wir, wie einige zu passiven Gewinnern werden, während Erwerbslose und Transferhilfeempfänger aller aktivierender Sozialstaatspolitik zum Trotz als stigmatisierte Verlierer dastehen.<br /><br />Diesen Entwicklungen liegt ein unreflektiertes und unökologisches Wachstumsparadigma zu Grunde, dass angesichts globaler Katastrophen an seine Grenzen gestoßen ist und gleichzeitig immer mehr an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbeigeht. Gleichzeitig beobachten wir eine Krise der politischen Lösungsansätze: Negative Erfahrungen aus Staats- und Marktversagen führen bei immer mehr Bürgerinnen und Bürgern zu einem Gefühl politischer Entmündigung. Viele Menschen funktionieren nur noch unter Stress und Leistungsdruck in einem System, dem sie immer weniger vertrauen und für das sie sich oft nicht mehr engagieren wollen.<br /><br />In den vergangenen Jahren fand eine Entpolitisierung des Politischen statt, der bis jetzt zu wenig entgegengesetzt wurde. In Zeiten, in denen wir erfahren müssen, wohin ein blindes Wachstumserfordernis führt; in denen wir erkennen müssen, wie fehlgesteuerte Finanzsysteme ganze Volkswirtschaften zusammenbrechen lassen und in denen verantwortungsvolle Politik ersetzt wird durch Versuch und Irrtum, fällt konservativen Parteien und Regierungen nichts anderes ein, als weiter auf Maßnahmen zur Steigerung des Wachstums mit der Folge sozialer Spaltung und ökologischer Zerstörung zu setzen.<br /><br />Wir sind uns bewusst, dass angesichts der internationalen Verflechtungen mit ihren wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Konsequenzen Politik nicht mehr mit nationalstaatlichem Fokus allein entwickelt werden kann. Ohne eine internationale Perspektive lassen sich die entscheidenden Fragen zu Energieversorgung, Klimaschutz, Sozialstandards, Steuern, Handelsbeziehungen und Binnenmarkt nicht sinnvoll beantworten. Die notwendige Regulierung der Finanzmärkte macht das mehr als deutlich. Aus diesen Gründen wollen wir eine Politik vorantreiben, die nicht mehr in der Kleinstaaterei denkt, sondern internationale Verantwortung übernimmt.<br /><br />Eine besondere Bedeutung hat die Europäische Union als Antwort auf die Globalisierung und als großes Friedens- und Integrationsprojekt auf dem europäischen Kontinent. Wir treten deshalb für eine vertiefte Integration ein, sehen jedoch Handlungsbedarf für Entwicklungskorrekturen der EU. Die aktuelle Krise des Euro, des Stabilitätspaktes und der Institutionen zeigt: Die Europäische Union muss demokratischer organisiert, um eine Sozial- und Wirtschaftsunion ergänzt und auf fairen Wettbewerb mit hohen Sozial- und Ökologiestandards ausgerichtet werden. In diesem Kontext stehen wir vor der Aufgabe, auch die internationale Verantwortung Deutschlands und Europas neu zu definieren. Das betrifft die Verantwortung für Fragen des Nord-Süd-Ausgleichs, der Rolle der Vereinten Nationen und des Völkerrechts. Wir wissen, dass wir in Teilen unterschiedliche Vorstellungen von der Rolle Deutschlands in Europa und der Welt haben. Wir verschweigen diese nicht, sondern versuchen sie zu diskutieren.<br /><br /><b>Was wir wollen</b><br /><br />Inhaltsleere Farbenspiele bringen niemanden weiter. Bündnisse müssen sich an gemeinsamen Inhalten festmachen. Wir sind überzeugt, dass es trotz der großen Unterschiede zwischen den drei Parteien gemeinsame Ziele gibt, die eine rot-grün-rote Option möglich und sinnvoll machen.<br /><br />Ziele, bei denen große Einigkeit besteht sind:
<ul><li>  längeres gemeinsames Lernen</li><li>interkulturelle Bildung</li><li>Stärkung der individuellen Förderung durch mehr kreative Bildungsinhalte</li><li>die Idee einer solidarischen Bürgerversicherung im Gesundheitswesen</li><li>eine gerechtere Wirtschafts- und Sozialordnung</li><li>Mindestlöhne und eine repressionsarme Mindestsicherung</li><li>der ökologische Umbau der Industriegesellschaft</li><li>freies Internet sowie</li><li>Bürger- und Menschenrechte, die diesen Namen wirklich verdienen    </li></ul>
Dies bedeutet keine Aufgabe der Eigenständigkeit der einzelnen Parteien, die jede auch in anderen Bündnissen regierungsfähig ist und bleiben soll. Es bedeutet kein Ende der politischen Differenzen, die zwischen unseren Parteien bestehen. Wir lächeln diese Differenzen nicht weg, sondern arbeiten an (neuen) Gemeinsamkeiten zur Klärung gemeinsamer Projekte für eine Strategie der ökologisch sozialen Wende.
<br />Wir sind jedoch zugleich davon überzeugt, dass diejenigen, die wie wir einen Gestaltungsanspruch für eine ökologisch soziale Wende erheben, sich in einer lebendigen Demokratie auf mehr als der Ebene rein parteipolitischer Überlegungen zu bewegen haben. Unser Ziel liegt daher in dem Austausch nachvollziehbarer und anschlussfähiger gemeinsamer Konzepte.
<br /><b>Die ökologische Erneuerung</b>
<br />Ein moderner Gerechtigkeitsbegriff bezieht Menschen auf dem ganzen Globus ein und erkennt auch die Rechte der jungen und zukünftigen Generationen an. Die ökologische Krise hat eine neue Dimension erreicht. Wir haben keine Zeit zu verlieren. Somit ist der konsequente Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und eine ökologische Erneuerung der gesamten Wirtschaft dringend notwendig.
<br />Wir wollen die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien, Einsparung und Effizienz. Unser Ziel ist es, schnellstmöglich 100% unserer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu gewährleisten. Dazu müssen sowohl die Strukturen der vier Großkonzerne aufgebrochen werden als auch die Verbraucherinteressen und soziale Ausgewogenheit stärker in den Blickpunkt rücken. Wir müssen uns auf den Weg in eine ressourcenschonende, effizientere und emmissionsarme Gesellschaft machen. Wir wollen die richtigen politischen Rahmenbedingungen für eine „Grüne Industrielle Revolution“ setzen. Des Weiteren müssen wir die Art, wie wir produzieren, transportieren und konsumieren, radikal verändern. Durch staatliches Handeln allein wird dies nicht gelingen. Neben einer funktionierenden öffentlichen Daseinsvorsorge braucht es auch geregelte Märkte, in denen Verbraucherinnen und Verbraucher auf Augenhöhe agieren und sich der Macht des strategischen Konsums bewusster werden. Gelingt uns dieser grundlegende Wandel nicht, werden wir unweigerlich unsere Lebensgrundlagen zerstören.
<br />Ohne stabile Ökosysteme ist erfolgreiches Wirtschaften nicht möglich. Der Schutz unserer Lebensgrundlagen ist deshalb die Voraussetzung für erfolgreiche Wirtschaftspolitik. Ein Land, das diese Herausforderungen rechtzeitig erkennt, hat zugleich die besten Chancen, die Produkte und Technologien der Zukunft vorausschauend zu entwickeln und zu produzieren. Der Erfolg der erneuerbaren Energien zeigt, wie in diesem Bereich selbst in der Krise die Zahl der Arbeitsplätze steigt. Auf diesem Weg setzen wir auch auf die Unterstützung der Gewerkschaften.
<br /><b>Soziale Gerechtigkeit</b>
<br />Wir erleben eine fragmentierte Gesellschaft, in der die soziale Schere immer weiter auseinander geht und individuelle Lebenschancen von der sozialen Herkunft abhängen.
<br />Wir brauchen eine Bildungs-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, die den Ambivalenzen unserer modernen Gesellschaft Rechnung trägt. Individualisierung, Flexibilisierung und Pluralisierung der Arbeitswelt und von Lebensentwürfen haben einerseits Freiheitsgewinne mit sich gebracht, muten andererseits den Menschen aber auch viel zu. Wir wollen nicht zurück in die „goldenen 70er und 80er Jahre“ der alten Bundesrepublik, als Sozialstaat und Arbeitsmärkte noch viel fester als heute am Alleinernährermodell klebten und die unbefristeten Vollzeitarbeitsplätze meist den Männern vorbehalten waren. Eine gerechte Gesellschaft muss die Rahmenbedingungen setzen und die finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen, damit gutes Leben, gute Arbeit und bestmögliche Bildung möglich sind und Armut und Ausgrenzung nicht große Bevölkerungsgruppen abkoppeln.
<br />Um Gerechtigkeit zu schaffen, brauchen wir eine konsequente Umverteilung. Auch solide und verantwortungsbewusste Haushaltspolitik muss hier ansetzen. Dazu benötigen wir ausreichende Einnahmen und einen intelligenteren aber vor allem nachhaltigeren Umgang mit unseren finanziellen Ressourcen. Angesichts überschuldeter Haushalte ist es notwendig, sich von überflüssigen und unökologischen Subventionen und von teuren Prestigeprojekten zu trennen. Priorität muss auf den qualitativen und quantitativen Ausbau unseres Bildungssystems gelegt werden – angefangen bei der Kinderbetreuung, über unser Schul- und Hochschulsystem sowie der beruflichen Bildung bis hin zur Weiterbildung. Wir wollen Teilhabe, Chancengleichheit und Aufstieg durch Bildung endlich ermöglichen, anstatt die bestehende Bildungsmisere zu verwalten oder schönzureden. Wir wollen starke
Bildungseinrichtungen für alle statt einer frühen Selektion.
<br />Es geht um eine gerechte Erneuerung der Sozialsysteme. Das heißt auch, dass starke Schultern mehr tragen müssen als schwache. Wir wollen eine Finanztransaktionsteuer, eine höhere Belastung von großen Vermögen und Erbschaften, eine Anhebung des Spitzensteuersatzes und den Abschied von kontraproduktiven, unökologischen Subventionen. Wir wollen einen gesetzlichen Mindestlohn statt „Armut trotz Arbeit“, eine solidarische Bürgerversicherung und eine Grundsicherung, die den Unsicherheiten des modernen Lebens angemessen ist.
<br />Dabei sind wir uns bewusst, dass soziale Gerechtigkeit sich nie ausschließlich über Transferzahlungen erreichen lässt und mehr ist als Umverteilung. Wir stehen nicht für einen Weg in die Alimentierungsgesellschaft, sondern setzen auf die aktive Partizipation aller Bürgerinnen und Bürger.
<br /><b>Demokratie für alle</b>
<br />Wir wollen uns nicht damit abfinden, dass sich immer mehr Menschen aus dem politischen Prozess verabschieden, weil sie das Vertrauen verloren haben. Wir sind uns einig in unserer Forderung nach mehr direkter Demokratie, nach Demokratisierung des Bildungs- und Wirtschaftssystems und einem freien Internet. Wir brauchen eine liberale Innen- und Rechtspolitik und eine Gesellschaft, in der Freiheit und Sicherheit nicht gegeneinander ausgespielt werden – auch nicht nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001. Wir wollen Freiheit statt Überwachung, und wir wehren uns gegen die Aushöhlung von Bürgerrechten durch Staat und Unternehmen. Die Möglichkeiten von Mitbestimmung in Unternehmen müssen deutlich ausgebaut werden.
<br />Wir wollen Demokratie leben und gesellschaftliche Realitäten in politische Prozesse münden lassen. Die Stärkung der Freiheit der Einzelnen, was Selbstbestimmung und Entfaltungsmöglichkeiten angeht, muss sich in einer modernen Gesellschaftspolitik widerspiegeln. Tradierte Gesellschaftsbilder müssen überwunden werden, wir wollen ein buntes Leben auch im Privaten. Die Gleichberechtigung der Geschlechter steht dabei genauso im Mittelpunkt wie gleiche Rechte und Möglichkeiten für Homo- wie Heterosexuelle. Familie und Heimat sind Werte und Begriffe, die auch politisch neu definiert werden müssen.
<br />Wir stehen für eine neue, transparente politische Kultur, die Lobbyismus deutlich einschränkt. Uneingeschränkter wie intransparenter Lobbyismus gefährdet die Demokratie. Wir wollen eine Netzpolitik, die die Freiheit des Internets allen Menschen auf der Welt gewährleistet und die Chancen der Digitalisierung in den Mittelpunkt stellt und die Interessen der kreativ Tätigen und Denkenden nicht vergisst.
<br /><b>Resümee</b>
<br />Union und FDP haben die Bundestagswahl 2009 nicht durch ein inhaltlich stimmiges Konzept gewonnen. Sie profitierten davon, dass die Parteien jenseits von schwarz-gelb keine realistische Machtoption und keine Leitlinie für eine gemeinsame alternative zukunftsfähige Politik anzubieten hatten. Eine solche Beschneidung politischer Handlungsoptionen blockiert das politische System.
<br />Der rechtzeitige Beginn des Dialogs zwischen SPD, Die Linke und Bündnis90/Die Grünen gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Kräften kann neue politische Perspektiven eröffnen.
<br /><b>Unterzeichnerinnen und Unterzeichner:</b>
<link http://www.bockhahn.de/ _blank>Steffen Bockhahn</link> (MdB Die Linke)
<link http://www.marco-buelow.de/ _blank>Marco Bülow</link> (MdB SPD)
Martin Deschauer (SPD, Vorstand der <link http://www.spd-denkfabrik.de/ _blank>Denkfabrik</link>)
<link http://www.angeladorn.de/ _blank>Angela Dorn</link>(MdL Hessen, Bündnis 90/Die Grünen)
<link http://www.kai-gehring.de/ _blank>Kai Gehring</link> (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
<link http://www.spd-abgeordnete-bremen.de/koepfe/person/13/biografie _blank>Ulrike Hiller</link> (MdL Bremen, SPD)
<link http://www.toni-hofreiter.de/ _blank>Dr. Anton Hofreiter</link> (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
<link http://www.barbara-hoell.de/ _blank>Dr. Barbara Höll</link> (MdB, Die Linke)
<link http://www.sven-kindler.de/ _blank>Sven-Christian Kindler</link> (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
<link http://www.baerbel-kofler.de/ _blank>Dr. Bärbel Kofler</link> (MdB, SPD)
<link http://dk.spdsachsen.de/ _blank>Daniela Kolbe</link> (MdB, SPD)
<link http://www.jankorte.de/ _blank>Jan Korte</link> (MdB, Die Linke)
<link http://agnes-krumwiede.de/ _blank>Agnes Krumwiede</link> (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
<link http://www.stefan-liebich.de/ _self>Stefan Liebich</link> (MdB, Die Linke)
<link http://www.nicolemaisch.de/ _blank>Nicole Maisch</link> (MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
<link http://www.malczak.de/ _blank>Agnieszka Malczak </link>(MdB, Bündnis 90/Die Grünen)
Angela Marquardt (SPD, Geschäftsführerin der <link http://www.spd-denkfabrik.de/ _blank>Denkfabrik</link>)
<link http://www.matthias-miersch.de/ _blank>Dr. Matthias Miersch</link> (MdB, SPD)
<link http://www.soenke-rix.de/ _blank>Sönke Rix</link> (MdB, SPD)
<link http://www.facebook.com/people/Andre-Schonewolf/1298955190 _blank>André Schönewolf</link> (Die Linke)
<link http://www.frank-schwabe.de/ _blank>Frank Schwabe</link> (MdB, SPD)
<link http://www.raju-sharma.de/ _blank>Raju Sharma</link> (MdB, Die Linke)
<link http://www.carsten-sieling.de/ _blank>Dr. Carsten Sieling</link> (MdB, SPD)
<link http://www.malte-spitz.de/ _blank>Malte Spitz</link> (Bundesvorstand Bündnis 90/Die Grünen)
<link http://www.wawzyniak.de/ _blank>Halina Wawzyniak</link> (MdB, Die Linke)
Nicole Wloka (SPD, Vorstand der <link http://www.spd-denkfabrik.de/ _blank>Denkfabrik</link>)
<br />
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			<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 00:00:00 +0200</pubDate>
			
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