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Nicole Maisch Nicole Maisch
Zuletzt geändert am:  1.08.2017
Nicole Maisch - http://nicolemaisch.de/
12. Januar 2017

Konzernatlas 2017: Zeit zu Handeln

Konzernatlas 2017: Zeit zu Handeln

Zu dem heute erschienen „Konzernatlas 2017“ (von Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, BUND, Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde diplomatique) erklären Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucher- und Tierschutzpolitik, und Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:
 
Der Konzernatlas macht deutlich: Die Konzentration in der Agrar- und Ernährungsindustrie nimmt immer mehr zu, die gesamte Lebensmittelkette wird häufig von einigen wenigen Konzerne bestimmt. Das Prinzip „Wachsen oder Weichen“ gilt bei der Schlachtung und Fleischverarbeitung genauso wie im Lebensmitteleinzelhandel. Dabei bräuchte es dringend Veränderungen. Wir fordern eine Landwirtschaft, die weltweit Bäuerinnen und Bauern ein gutes Auskommen sichert und die uns alle ernähren kann. Doch statt zu handeln, steht die Bundesregierung am Rand, schaut zu, wie Kleinbetriebe sich nicht mehr halten können und klatscht allen Fusionen Beifall. Dabei stellt gerade in diesen Bereichen die Marktmacht der Unternehmen für Verbraucherinnen und Verbraucher eine besondere Gefahr dar. Zu groß ist die Möglichkeit, dass schlecht kontrollierte Mega-Konzerne mit ihrer wirtschaftlichen Macht ihren politischen Einfluss steigern und die Zukunft unseres Essens bestimmen – was wir auf den Tisch bekommen und wie es produziert wird. Der Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz gerät so immer mehr unter Druck. TTIP und CETA könnten die Missstände sogar noch weiter zementieren.
 
Hinweis: Am 21.01.2017 findet unsere Konferenz „Mächtig gut? Essen braucht Vielfalt statt Konzernmacht“ anlässlich der Internationalen Grünen Woche statt. Opens external link in new windowWeitere Infos zur Konferenz der grünen Bundestagsfraktion

Opens external link in new windowund weitere Infos zum Konzernatlas bei der Heinrich-Boell-Stiftung.