4. Februar 2010

Spielzeugmesse: Erzeuger und Bundesregierung müssen Gift aus Spielzeug verbannen

Auf der Nürnberger Spielzeugmesse wird man sich damit auseinandersetzen müssen, dass noch immer gesundheitsgefährdendes Spielzeug auf dem deutschen Markt angeboten wird. Ein Grund dafür ist die EU-Spielzeugrichtlinie, die viel zu viel Gift im Kinderspielzeug erlaubt.

Anlässlich der heute beginnenden Spielzeugmesse in Nürnberg erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik:
     
Auf der Nürnberger Spielzeugmesse wird man sich damit auseinandersetzen müssen, dass noch immer gesundheitsgefährdendes Spielzeug auf dem deutschen Markt angeboten wird. Ein Grund dafür ist die EU-Spielzeugrichtlinie, die viel zu viel Gift im Kinderspielzeug erlaubt.

Aber darauf sollte sich die Spielzeugbranche nicht berufen, denn auch sie steht in der Verantwortung. Sie muss die zahlreichen Skandale um giftiges Spielzeug endlich ernst nehmen, sonst gefährdet sie nicht nur ihren Ruf, sondern vor allen Dingen die Gesundheit unserer Kinder. Eine freiwillige Selbstverpflichtung der Branche für PAK-freies Spielzeug wäre das richtige Signal für die diesjährige Messe gewesen.

Auch die Bundesregierung muss sich unverzüglich mit dem Thema beschäftigen und nationale Strategien wie zum Beispiel Schwerpunktkontrollen im Rahmen des bundesweiten Überwachungsplans prüfen. Es reicht nicht aus, auf Vorschläge aus Brüssel zu warten. Es geht um die Gesundheit von Kindern. Da ist schnelles Handeln angesagt. Die Bundesregierung muss ihren Einfluss bei der Überarbeitung der EU-Richtlinie in Brüssel geltend machen und darf nicht tatenlos zusehen, was die EU entscheidet.

Die von uns geforderte Anhörung im Verbraucherausschuss zum Thema Spielzeugsicherheit ist daher dringend notwendig, darin ist sich die Opposition einig. Auch die Fraktion der CDU/CSU sollte ihr zustimmen.