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18. Mai 2017

Rede Änderung Gesetz zur Änderung futtermittelrechtlicher und tierschutzrechtlicher Vorschriften

Sowohl die Pelztierhaltung als auch die Schlachtung trächtiger Tiere sind in Deutschland bisher erlaubt – obwohl beides mit enormem Tierleid verbunden ist und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt seit Jahren in der Presse Verbote ankündigt. Kurz vor knapp haben Union und SPD jetzt noch einen Gesetzentwurf vorgelegt, um dem einen Riegel vorzuschieben. Doch leider ist der nicht gut gemacht.

Rede Änderung Gesetz zur Änderung futtermittelrechtlicher und tierschutzrechtlicher Vorschriften

Pelztierhaltung und Schlachtung trächtiger Tiere verbieten

Sowohl die Pelztierhaltung als auch die Schlachtung trächtiger Tiere sind in Deutschland bisher erlaubt – obwohl beides mit enormem Tierleid verbunden ist und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt seit Jahren in der Presse Verbote ankündigt. Kurz vor knapp haben Union und SPD jetzt noch einen Gesetzentwurf vorgelegt, um dem einen Riegel vorzuschieben. Doch leider ist der nicht gut gemacht.

Statt Konsequenz lange Übergangsfristen

Statt die Pelztierhaltung in Deutschland zu verbieten, werden nur die bisherigen Anforderungen aus der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung in Gesetzestext gegossen – mit erneuten unnötig langen, nicht gerechtfertigten Übergangsfristen. Die Pelzfarmbetreibenden hätten ohnehin schon längst umstellen müssen. Leidtragende sind die Tiere, die weitere Jahre zusammengepfercht gehalten werden dürfen. Wir fordern ein konsequentes Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland und bessere Kennzeichnungsregelungen für importierte Produkte. Die Tierart, das Herkunftsland und die Art der Tierhaltung müssen zukünftig klar benannt werden.

Schutz trächtiger Tiere gewährleisten

Auch das Verbot der Schlachtung trächtiger Tiere enthält zu viele Ausnahmen und Schlupflöcher. Diese Einfallstore müssen geschlossen werden. Bestimmungen zur Trächtigkeit von Schafen und Ziegen müssen verbessert werden und das Verbot auch auf diese ausgedehnt werden. Der Schutz des trächtigen Tiers sowie der Feten, die bei der Schlachtung qualvoll ersticken, muss durchgehend gewährleistet sein.

Kälberaufzucht mit Milch!

Dass gleichzeitig auch noch das Verfütterungsverbots tierischer Fette an Wiederkäuer aufgehoben werden soll, ist ein schmutziger Deal. Kälber sollten Milch bekommen, nicht die Fette ihrer toten Artgenossen.

Um die Fehler des Gesetzentwurfs zu beheben, haben wir einen eigenen Opens external link in new windowEntschließungsantrag eingebracht.