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Probleme solange ignoriert und ausgesessen wie möglich
Kopf in den Sand Strategie von K+S gescheitertDie nordhessische Bundestagsabgeordnete Nicole Maisch (Bündnis 90/Die GRÜNEN) fordert, dass die Versenkung von Abwässern aus der Kaliproduktion von K+S in den Untergrund gestoppt wird.
"Die Salzlauge verteilt sich vollkommen unkontrolliert. Eine Gefährdung des Trinkwassers kann niemand ausschließen. Das haben die Messergebnisse aus den Tiefenbohrungen des Bergamtes Thüringen ganz deutlich gezeigt", sagt Nicole Maisch. Deshalb müsse die Versenkung in Hessen genau wie in Thüringen sofort gestoppt werden. "Was in Thüringen passiert, wird in Hessen wahrscheinlich nicht anders sein", sagt Maisch. Das hessische Landesamt für Umwelt und Geologie beurteile die Versenkung der salzigen Abwässer ebenfalls sehr kritisch. Zahlreiche Experten warnen schon lange vor den Folgen der Entsorgung von Salzlauge im Untergrund. "K+S hatte viele Jahre Zeit, alternative Entsorgungswege zu entwickeln. Diese Chance ist leichtfertig vertan worden. Jetzt muss sofort gehandelt werden", sagt Nicole Maisch. K+S habe sich selbst in diese schwierige Situation gebracht. "Warnungen und Proteste hat es genug gegeben. Diese wurden lange von K+S ignoriert. Für die Folgen und die entstehenden Kosten ist K+S allein verantwortlich. Die Strategie 'Kopf in den Sand' ist gescheitert." Vom Runden Tisch Werra fordert die Bundestagsabgeordnete eine schnelle und deutliche Reaktion. "Die aktuellen Messergebnisse und die Entscheidung des Bergamtes Thüringen verändern die Sachlage. Die Handlungsmöglichkeiten von K+S werden weniger, der Handlungsdruck immer größer", sagt Nicole Maisch. "Es wurden viele Maßnahmen zur Entsorgung des Salzwassers diskutiert. K+S muss jetzt die erbleibenden Möglichkeiten nutzen und umsetzen." Mehr als 100 Jahre Kalibergbau ohne langfristige Entsorgungsstrategie forderten jetzt ihren Tribut.






