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18. Mai 2017

Pelzfarmen und die Schlachtung trächtiger Tiere müssen konsequent verboten werden

Sowohl die Pelztierhaltung als auch die Schlachtung trächtiger Tiere sind immense Tierquälerei. Dennoch ist beides in Deutschland nach wie vor erlaubt – obwohl der zuständige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt seit Jahren Verbote in der Presse ankündigt.

Zum Gesetzentwurf der Regierungskoalitionen zur Änderung futtermittelrechtlicher und tierschutzrechtlicher Vorgaben, der heute im Bundestagsplenum diskutiert und abgestimmt wird, erklären Nicole Maisch, Sprecherin für Tierschutzpolitik und Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Sowohl die Pelztierhaltung als auch die Schlachtung trächtiger Tiere sind immense Tierquälerei. Dennoch ist beides in Deutschland nach wie vor erlaubt – obwohl der zuständige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt seit Jahren Verbote in der Presse ankündigt. Der jetzt von Union und SPD vorgelegte Gesetzentwurf erfüllt das Ziel, das Tierleid wirklich zu beenden, nicht.

Statt die Pelztierhaltung in Deutschland zu verbieten, sollen jetzt nur die bisherigen Anforderungen in Gesetzestext gegossen werden – mit erneuten, viel zu langen Übergangsfristen. Leidtragende sind die Tiere, die weitere Jahre zusammengepfercht gehalten werden dürfen. Wir fordern ein konsequentes Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland und bessere Kennzeichnungsregelungen für importierte Produkte.

Auch das Schlacht-Verbot trächtiger Tiere ist lang überfällig. Durch pauschale Ausnahmen und Schlupflöcher verwässern Union und SPD das Ziel aber. Zum Schutz der trächtigen Muttertiere und der ungeborenen Feten, die bei einer Schlachtung qualvoll ersticken, fordern wir, dass diese Lücken geschlossen werden.

Dass im Rahmen dieses Gesetzes das Verfütterungsverbot tierischer Fette an Wiederkäuer aufgehoben werden soll, ist ein schmutziger Deal. Kälber sollten Milch bekommen, nicht die Fette ihrer toten Artgenossen!

Um die Fehler des Gesetzentwurfs zu beheben, haben wir einen eigenen Entschließungsantrag eingebracht.