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„Green IT“: Cebit versucht sich grün anzustreichen
Anlässlich der heutigen Eröffnung der Cebit erklären Grietje Bettin,
medienpolitische Sprecherin, und Nicole Maisch, verbraucherpolitische
Sprecherin:
Die IT-Leitmesse Cebit will sich in diesem Jahr grün anstreichen, blendet aber
wesentliche Probleme der Branche aus. Zu grüner Informationstechnologie gehören
für uns auch umweltschonende und menschenwürdige Herstellung von
Informationstechnologie sowie nachhaltige Konzepte zur Schrottentsorgung. Sich
nur um Energieeffizienz zu bemühen, reicht bei weitem nicht aus.
Computer und Computerzubehör werden unter Bedingungen hergestellt, die nicht
akzeptabel sind. Gerade die Gewinnung von Kupfer erfolgt unter
menschenunwürdigen Bedingungen und verletzt jegliche Umweltstandards. Deshalb
brauchen wir Transparenz und klare Vorgaben für die Herstellung von
Informationstechnologie. Firmen müssen sich zu deren Einhaltung verpflichten.
Ziel sollte ein einheitliches Siegel sein. Auch für die Entsorgung des
milliardenfachen Elektroschrotts müssen endlich handfeste Konzepte entwickelt
werden.
Daneben ist wichtig, IT-Geräte endlich energieeffizient zu machen, denn sie sind
die Stromfresser und Umweltsünder unserer Zeit. Der viel zu hohe
Energieverbrauch von Computern und Co. schadet nicht nur dem Klima, sondern
kostet die Bürgerinnen und Bürger auch unnötig Geld. Hier muss es eine
übersichtliche Kennzeichnung geben, die den Verbraucherinnen und Verbrauchern
Klarheit über den Stromverbrauch ihrer IT-Geräte verschafft. Die Entwicklung
umweltschonender Informationstechnologie dient nicht nur dem Klima, sondern
schafft auch Arbeitsplätze und verbessert die Marktchancen deutscher Hersteller
weltweit.






