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16. Dezember 2016

Energy Drinks- Ernährungsminister Schmidt, fern jeder Realität!

Der hohe Konsum von Energy Drinks birgt Risiken für Kinder und Jugendliche. Gesundheitsrisiken, wie Herz-Rhythmus-Störungen, Krampfanfällen, Bluthochdruck oder Nierenversagen werden mit zu hohen Mengen an Koffein in Verbindung gebracht. Seit Jahren warnen Forscher und Gesundheitsbehörden, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung und die WHO vor einem zu hohen Koffeinkonsum durch Energy Drinks und Shots.

Der hohe Konsum von Energy Drinks birgt Risiken für Kinder und Jugendliche. Gesundheitsrisiken, wie Herz-Rhythmus-Störungen, Krampfanfällen, Bluthochdruck oder Nierenversagen werden mit zu hohen Mengen an Koffein in Verbindung gebracht. Seit Jahren warnen Forscher und Gesundheitsbehörden, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung und die WHO vor einem zu hohen Koffeinkonsum durch Energy Drinks und Shots.


Der zuständige Bundesminister Schmidt nimmt das Thema nicht ernst und versucht mit scheinheiligen Argumenten, das Problem klein zu rechnen.

Das Ernährungsministerium gab mir in der Antwort auf eine meiner Kleinen Anfragen von 2015 bereits an, dass Energy Drinks keine statistische Bedeutung für die tägliche Koffeinaufnahme unter Kinder und Jugendlichen hätten, sondern hierfür beispielsweise Schokolade und Tee eine bedeutendere Rolle spielen. Fakt ist aber: Der Beitrag einzelner Lebensmittel über die Gesamtgruppe der Kinder und Jugendlichen ist jedoch nicht entscheidend, um die Sicherheit des Energy Drinkkonsums durch Kinder und Jugendliche zu bewerten. Entscheidend ist, ob diejenigen Kinder und Jugendlichen, die Energy Drinks konsumieren, dadurch gefährlich viel Koffein zu sich nehmen.


An der Seite von Ärzten, NGOs und Kolleginnen der SPD haben wir bei dem Thema nicht locker gelassen. Notgedrungen hat das Ministerium daraufhin mit einer lächerlichen 55.000 Euro teuren Info-Internetseite reagiert. Im Ernährungsbericht des Ernährungsministeriums 2016 findet sich dazu: „Um das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit koffeinhaltigen Lebensmitteln in der deutschen Bevölkerung zu stärken, hat das BMEL eine Aufklärungskampagne initiiert. Energy Drinks bilden dabei einen Schwerpunkt. Über einen Koffeinrechner, der über die Website www.check-deine-dosis.de zugänglich ist, kann man sich z.B. anzeigen lassen, ob sich die Koffeinaufnahme noch im sicheren Bereich bewegt….“


Wie auch an vielen anderen Stellen ist der Ernährungsbericht nicht aktuell: Die Info-Website ist seit Monaten offline, weil es Berechnungsfehler gab. Die Seite werde aktualisiert, heißt es auf der Website, wann sie wieder online ist, steht da nicht.


Und während dessen läuft der Minister weiterhin herum und spielt das Problem mit den Energy Drinks herunter, wie zu Letzt bei der der Veranstaltung des vzbv zu Verbraucherbildung. Eine Altersbeschränkung für Energy Drinks wird es mit ihm nicht geben, weil es dann ja auch noch den Konsum von Kaffee, Tee und Schokolade gibt…und diese Produkte wolle man doch auch nicht mit einer Altersbeschränkung belegen. Solche Sätze zeigen sehr gut auf, wie fern der Minister von der Realität und der Faktenlage ist. Ich kenne keine Kinder und Jugendlichen, die einen Liter Kaffee trinken oder zwei Tafeln dunkle Schokolade essen. Aber es gibt die Kinder und Jugendliche, die zu der Gruppe der sog. „Vielkonsumierer“ gehören. Sie trinken bei Sportveranstaltungen, vor dem Computer oder in Jugendklubs mehrmals in der Woche, gesundheitsgefährdende Mengen Energy Drinks. Die Folgen sind verheerende gesundheitliche Auswirkungen. Wir werden weiterhin, an der Seite von Kinder- und Jugendärzten vor den Risiken warnen und der Minister wird weiterhin von der Branche erfolgreich lobbyiert. Währenddessen steigt der Absatz von Energy Drinks weiter, auch der von Kindern und Jugendlichen.